Enron - Ein Stern verglüht

Die folgenden Seiten sind gefüllt mit Informationen über Enron, was es mal war, auf welchem Weg das Unternehmen ist und wie man am schnellsten dahin kommt. Unter anderem werfen wir auch einen Blick auf die Schicksale derer die dahinter stehen bzw. direkt betroffen sind.
Irgendwann werden wir versuchen alles ein wenig überschaubarer darzustellen.

 

Kongress will US-Vizepräsident Cheney verklagen
VEBA witterte schon 1999 die Bilanztricks
Früherer Top-Manager erschoss sich

Aktion Reißwolf

Die dubiosen Dienste des Vizepräsidenten
Andersen feuert Wirtschaftsprüfer

Andersens Kampf ums Überleben
Kennys goldener Fallschirm
Telefonterror aus Houston
Der Club der Aktionäre
Implosion mit Ansage
Enron-Aktionäre in der Bush-Administration

Kleine Enron Chronik

1997
Januar:
Jeff Skilling wird Präsident und COO von Enron.

Juli: Enron zahlt 3,2 Milliarden Dollar für Portland General Electric.

1998

Juli: Enron expandiert ins Ausland und kauft für 3,7 Milliarden Dollar die britische Wessex Water und ein brasilianisches Stromunternehmen.

April: Houstons neues Stadion bekommt den Namen "Enron Field". Kostenpunkt für Enron: 100 Millionen Dollar.

November: Skilling startet EnronOnline, eine Rohstoff-Handelsplattform im Internet. Einige Tage später beginnt Enron, auch mit Breitbandkapazität zu handeln.

2000

Juli: Enron handelt jetzt auch Metall online.

September: Enron beginnt, Holzprodukte online zu handeln

Dezember: Enrons Aktie ist im Jahr 2000 um 87 Prozent gestiegen.

2001

Februar: Skilling wird CEO.

Juni: Enrons Führungskräfte verkaufen große Aktienpakete. Skilling kassiert 17,5 Millionen. Der Kurs bricht in der ersten Jahreshälfte um 39 Prozent ein.

August: Skilling überrascht Investoren mit der Mitteilung er trete aus "persönlichen Gründen" zurück. Gründer Ken Lay wird CEO.

16. Oktober: Enron gibt für das dritte Quartal einen Verlust von 618 Millionen Dollar bekannt und muss sein Eigenkapital um 1,2 Milliarden senken. Schuld sind private Geschäfte von Finanzvorstand Andrew Fastow.

22. Oktober: Die US-Börsenaufsicht SEC beginnt, Fastows Transaktionen zu untersuchen. Zwei Tage später räumt dieser seinen Stuhl.

31. Oktober: Enron setzt einen Ausschuss ein, der die Rechnungslegung des Konzerns überprüfen soll.

8. November: Enron korrigiert sein Betriebsergebnis der vergangenen vier Jahre um 586 Millionen Dollar nach unten.

9. November: Dynegy Corporation erklärt sich bereit, den Konkurrenten Enron für zehn Milliarden Dollar zu übernehmen.

15. November: Lay sagt, Enron habe Milliarden von Dollar in "sehr schlechte Investments" gesteckt.

28. November: Dynegy zieht sein Angebot zurück, nachdem seine Wirtschaftsprüfer weitere Löcher in Enrons Bilanz gefunden haben. Enron Bonität wird von mehreren Ratingagenturen auf "Junk" (Schrott) herabgestuft.

2. Dezember: Enron beantragt Gläubigerschutz nach Chapter 11. Es ist der größte Bankrott in der US-Geschichte.