Antiamerikanismus
Der Antiamerikanismus richtet sich gegen das politische, wirtschaftliche und/oder kulturelle Verhalten der USA und deren Einstellung gegenüber fremden Kulturen, Länder, Völker und Minderheiten.
In der anfänglichen Bundesrepublik war der Antiamerikanismus eher im rechten Spektrum zu finden, während des Vietnamkrieges wurde er zu einer typischen Haltung der Linken und kritisch orientierter Intelektueller.
Die Kritik richtet sich gegen die USA als Hegemonialmacht und deren als imperialisch bewertete Außenpolitik, die als Konkurrenz oder sogar als Bedrohung bzw. Bevormundung verstanden wird.
Kritiker sind der Meinung, die in den USA praktizierte Art von (Konsum-) Demokratie sei kultur- und lebensfeindlich und/oder basiere auf einem übertriebenen Individualismus, der vermeintliche Rechte über Pflichten stelle. Dieser Antiamerikanismus stellt u.U. auch eine grundlegende Kritik an Demokratien überhaupt dar.
Darüber hinaus resultieren antiamerikanische Haltungen vor allem aus den inhumanen und unsozialen Zuständen der finanziell benachteiligten Gruppen und Minderheiten innerhalb den USA, und dem extrem einseitig materialistisch ausgerichteten, jede andere kulturelle Identität zerstörenden Weltbild der USA (Atombombe, Vietnam, Agent Orange, Indianerausrottung, -sterilisierung und -unterdrückung, Weltpolizist, Umweltzerstörung, Konsumexpansion, Weltherrschaft der Konzerne).