ENRON-SKANDAL

Kongress will US-Vizepräsident Cheney verklagen

Der Energiekonzerns Enron soll durch massive Lobbyarbeit Einfluss auf die umstrittene US-Energiepolitik genommen haben. Der amerikanische Kongress droht Vizepräsident Dick Cheney jetzt mit einer Klage, weil dieser nicht preisgeben will, wann und wie oft er sich mit Enron-Managern traf.

Washington - Im Skandal um den Pleite gegangenen Energieriesen Enron droht US-Vizepräsident Richard Cheney jetzt eine Klage. Die Untersuchungs- und Prüfungsbehörde des Kongresses GAO (General Accounting Office) will nach Medienberichten bis Ende nächster Woche entscheiden, ob Cheney per Gerichtsentscheid gezwungen werden soll, Informationen über Kontakte zur Energieindustrie preiszugeben. Ein solcher Schritt der GAO gegen einen US-Vize wäre bisher einmalig. In ihrer mehr als achtzigjährigen Geschichte hat die GAO noch nie eine US-Administration verklagt.
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