Die
dubiosen Dienste des Vizepräsidenten
Die Pleite des Energiekonzerns Enron eskaliert zum PR-Gau für die
US-Regierung. Umfragen zeigen, dass George W. Bushs Glaubwürdigkeit bei den
Bürgern schwer erschüttert ist. Neue Enthüllungen rücken den Vizepräsidenten
Dick
Cheney
ins Zwielicht.
Washington - Dick Cheney, der mächtige Strippenzieher im Weißen Haus, ist
ins Gerede geraten. Das Weiße Haus bestätigte am Freitag, dass Cheney sich
im vergangenen Jahr bei einem Treffen mit der indischen Oppositionsführerin
Sonia Gandhi bemühte, für Enron 64 Millionen Dollar Schulden aus einem
gestoppten Kraftwerkprojekt in Indien einzutreiben.
Ari Fleischer, der Sprecher des Weißen Hauses, sagte in Washington, Cheney habe sich lediglich um Schadensbegrenzung für die Steuerzahler bemüht. Das Projekt sei teilweise von der Regierungsbehörde Overseas Private Investment Corporation finanziert worden.
Wahlkampfspenden und Steuererlass
Enron und sein Vorsitzender Kenneth Lay hatten enge Beziehungen mit
mehreren Mitarbeitern der Regierung von Präsident George W. Bush und dem
Präsidenten selber.
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