Das Morden geht weiter... Nein zu diesem Krieg für Profite
Arbeitsplätze statt Kriegseinsätze
Der Schrecken in Afghanistan nimmt kein Ende. Die Menschen sind von einer Befreiung weiter entfernt denn je: Der Krieg wird immer blutiger. In Kundus bombardierte die US-Armee stundenlang eine Revolte von Kriegsgefangenen. Hunderte Tote waren die Folge.
Angeblich ist diese Barbarei nötig, um humanitäre Hilfe leisten zu können. Tatsächlich macht der Krieg es Hilfsorganisationen schwerer, zu arbeiten. Bomber zerstörten ihre Lebensmittellager, Bürgerkriegsarmeen plünderten ihre Büros.
Bei Redaktionsschluss begannen die USA, bei Kandahar Bodentruppen einzusetzen. Ihr Ziel besteht darin, Afghanistan auch politisch unter Kontrolle zu bekommen. Aus der Luft ist das unmöglich.
US-Flugzeuge flogen zur Unterstützung schwere Bombenangriffe auf die letzte Taliban-Hochburg. Bombenangriffe auf Städte – das bedeutet Flächenbombardement dicht bewohnter Flächen. Die Angriffe kosten immer mehr Zivilisten das Leben.
In Khanabad, laut britischen Journalisten eine Stadt ohne jedes militärische Ziel, starben Mitte November 150 Menschen bei Luftangriffen. "Ich sah 20 tote Kinder auf der Straße," berichtete ein Flüchtling aus der Stadt, "40 Menschen wurden allein gestern getötet. Ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen."
Diese Menschen kümmern die US-Regierung nicht. Sie will sogar weiter über Leichen gehen. Sie bereitet sich darauf vor, den Krieg auszudehnen. US-Präsident Bush hat vom Irak gefordert, wieder UN-Waffeninspekteure ins Land zu lassen. Nach den Folgen befragt, falls Hussein sich weigere, antwortete er, das werde Saddam herausfinden.
Als Bush senior 1990/91 Bomben auf den Irak befahl, starben 150 000 Menschen im Krieg. Die folgenden Sanktionen kosteten noch einmal 300 000 das Leben.
Ein Land nach dem nächsten gerät ins Fadenkreuz der US-Strategen: Somalia oder der Sudan gelten als weitere Ziele. Schritt für Schritt wollen sie ihre neue Weltordnung durchsetzen, um US-Konzernen unbeschränkten Zugang zu den Märkten auf der Welt zu verschaffen. Die weltweite Rezession verschärft den Wettlauf um diese Märkte.
Darum mischt Rot-Grün in diesem Krieg mit. Die deutschen Konzerne konkurrieren auf demselben Weltmarkt. Sie haben aber keinen militärischen Arm, der ihnen den Zugang verschaffen kann. Im Windschatten von Bushs Krieg für Profite wollen Schröder, Fischer und Scharping die Bundeswehr einsatzfähig machen.
In den nächsten Jahren will Rot-Grün dafür Hunderte Milliarden ausgeben. Insgesamt werden die über 200 Waffenprojekte, die zur Ausstattung von "präsenten Einsatzkräften" notwendig sind, zwischen 2001 und 2015 mindestens 210 Milliarden Mark verschlingen. Währenddessen fehlt es bei uns in Schulen und Krankenhäusern.
Wir sagen nein zu diesem Krieg für Profite. Deswegen raus auf die Straße gegen Krieg und Sozialabbau.
Linksruck