09. Februar 2003

Weltherrschaft, Weltbedrohung

In der Wochenzeitung Freitag schreibt der Herausgeber Wolfgang Ullmann über die USA:
"Herrn Rumsfeld verdanken wir die Klarstellung, dass neben vielem anderen auch die Zeit für Argumente vergangen ist und zur offenen Beschimpfung der kriegsunwilligen Europäer übergegangen werden kann. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Bush-Administration auf den Irak-Krieg hinarbeitet, ist nichts anderes als ein Ausdruck des aus ihrem imperialistischen Programm abgeleiteten Anspruchs auf uneingeschränkten Zugriff auf die Knapper werdenden globalen Rohstoffressourcen.
Wer sähe nicht, dass es sich bei diesem Ansprüchen um ein Weltkriegsprogramm handelt? Ist die Zeit allzu fern, in der es die Wasservorräte sind, deretwegen Armeen in Bewegung gesetzt werden? Gibt es immer noch Leute, die eine Weltbedrohung durch den Irak ernst zu nehmen bereit sind? Die USA waren es, die ausgerechnet durch Herrn Rumsfeld persönlich! - Saddam Hussein mit chemischen Kampfstoffen gegen Iran aufgerüstet haben."

Wolfgang Ullmann
Freitag