Für die Abkehr von einem gewalttätigen Land.
Die Außen – “Politik” der U$A nach 1945

1945, Japan: Die U$A setzen im 2.Weltkrieg, vom Deutschem Reich erbeutetes Uran ein, um über Hiroshima und Nagasaki Atombomben zu zünden. Seitdem sind dort über eine halbe Million Menschen gestorben.

1945, Deutschland: Der U$-Geheimdienst CIC baut aus Spezialisten der SS und Nazi-’ Kollaborateuren eine Söldnerarmee von 35.000 Mann für den Guerillaeinsatz gegen die Sowjetunion auf. Die CIC übernimmt die Nazi-Spionageabteilung ’Fremde Heere Ost” als ”Organisation Gehlen” und beginnt mit ihrer Hilfe eine zielgenaue Sabotage- und Destabilisierungsstrategie in Osteuropa. Die ”Organisation Gehlen” wird später als, BND Bundesnachrichtendienst” der offizielle Geheimdienst der Bundesrepublik Deutsch- land. Zu den zahlreichen SS- und Gestapo- Spezialisten, die vom U$-Geheimdienst übernommen und vor Verfolgung geschützt werden, gehört auch Klaus Barbie, der Schlächter von Lyon, der von Lyon aus die Deportation der französischen Juden in die deutschen Vernichtungslager organisiert hatte.
1951 wird Barbie von der CIA unter dem Namen "Klaus Altmann” nach Bolivien gebracht, von wo aus er im CIA- Auftrag Todeskommandos gegen linke Politiker und Gewerkschafter in ganz Lateinamerika dirigiert oder für einen Putsch, schon mal Kürassier-Panzer von Steyer & Puch bestellt.

1945/49, China: Im chinesischen Bürgerkrieg greifen die U$A auf der Seite Chiang Kai-sheks gegen die Kommunisten ein. Dazu setzen sie japanische Soldaten ein, die sie nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gefangen genommen haben.

1945/53, Philippinen: Gegen die linksgerichteten Huks gehen U$-Truppen schon zu der Zeit vor, als die philippinischen Widerstandskämpfer noch gegen die japanischen Invasoren kämpfen. Nach dem Krieg werden die Huks brutal niedergeschlagen. Die U$A setzen eine Reihe von Marionetten ein, schließlich machen sie Ferdinand Marcos zum starken Mann.

Viele wissen nicht, daß die U$A bereits am 30.April 1898 die Phillipinen annektierten, mit dem in den U$A berühmten Satz von Commodore Deweys: “Sie können das Feuer eröffnen, wenn Sie bereit sind, Gridley!” Es wurden gegen alle Gesetze der damaligen Zeit Dumm-Dumm-Geschosse benutzt und einen phillipinischen Che Guevara gab es damals auch schon: Emilio Aguinaldo (1870?-1964)

1947/48, Italien: Die U$-Geheimdienste rüsten die Mafia als Terrorgruppe der Rechten gegen Kommunisten und Sozialisten auf. Zu diesem Zweck werden zusätzliche Gangsterspezialisten aus den U$A nach Italien gebracht.

1946/49, Griechenland: Zusammen mit britischen Truppen sorgen U$-Einheiten und U$-Waffen im ”griechischen Bürgerkrieg” für die Niederlage der antifaschistischen Widerstandsbewegung, die im Kampf gegen die deutsche Besatzung die Hauptlast getragen hatte. Die CIA baut die berüchtigte interne Sicherheitspolizei KYP auf.

1950, U$A: Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) legt unter dem Aktenzeichen NSC 68 eine neue Sicherheitsstrategie vor, wonach revolutionäre Veränderungen in der Welt nicht auf binnengesellschaftliche Ursachen, sondern auf den ”Sowjetimperialismus” zurückzuführen seien. Auf der Grundlage von NSC 68 stationieren die U$A über eine Million Soldaten auf 675 Militärbasen in Übersee. Bis 1975 kommt es weltweit zu 215 militärischen Interventionen der U$A.

1950, Puerto Rica: U$-Kommandotruppen schlagen eine Rebellion für die nationale Unabhängigkeit nieder.

1950/53, Korea: Im Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordkorea und der Syngman-Rhee-Diktatur in Südkorea intervenieren die U$A auf der Seite des Südens und setzen dafür die Zustimmung im UN-Sicherheitsrat durch. Die U$-Luftwaffe zerstört fast 120.000 Einrichtungen in Nordkorea. Der Sprengstoffeinsatz der U$A entspricht. der Hälfte aller von den U$A im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. In Südkorea kommen über 500.000, in Nordkorea über zwei Millionen Menschen ums Leben.

1953, Iran: Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen. werden von einem U$-Konsortium übernommen. Die U$A holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.

1954, Guatemala: Die CIA organisiert den Putsch gegen die rechtmäßige Regierung Arbenz in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die U$-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. Unter der von der CIA ins Amt gehievten Militärdiktatur werden 140.000 Indios und unzählige Oppositionelle umgebracht oder verschwinden spurlos. Erst in den späten 80ern werden allein im Norden Guatemalas 1000ende Massengräber entdeckt.

1955, China: Versuchte Ermordung des chinesischen Staatspräsidenten Tschou en Lai durch Plazieren einer Bombe an einem Verkehrsflugzeug zum Gipfel der Blockfreien nach Bandung. Nur 3 Passagiere überleben eine Notwasserung - Tschou en Lai  hatte seine Anreisepläne geändert, woraufhin die CIA ihm auf der Konferenz Gift in seinen Reis kippen wollte.

1956, Ägypten: U$-Regierung und CIA wollen die Herrschaft von Präsident Nasser destabilisieren, der sich zu einem der Führer der blockfreien Länder aufgeschwungen hat. Im Juli 1956 ziehen die U$A ihre Anleihe für den Assuan-Staudamm zurück, das zentrale Projekt zur Entwicklung der ägyptischen Landwirtschaft Daraufhin kündigt Nasser die Verstaatlichung des Suezkanals an, um selbst über die Gebühren zu verfügen. England, Frankreich und Israel greifen Ägypten in konzertierten Militäraktionen an. Im Gefolge der ”Suez-Krise” übernehmen die U$A die Rolle der Nummer eins im Nahen Osten, die bis dahin England gespielt hatte.

1958, Libanon: 14.000 U$-Marines besetzen das Land.

1961, Kuba: Am 1.1.1959 hat sich die von Fidel Castro geführte Revolution gegen den Diktator Batista endgültig durchgesetzt. Als die Revolution ihr Versprechen wahrmachen und den Großgrundbesitz reduzieren will, wird Kuba von den U$A mit einem Embargo und vielfältigen Sabotageaktionen überzogen. Im März 1960 wird der französische Frachter ”Coubre” im Hafen von Havanna von CIA-Agenten in die Luft gesprengt; 81 Menschen kommen ums Leben, über 300 werden verwundet. In Guatemala trainiert die CIA eine Söldnerarmee, die im April 1961 die Invasion in der Schweinebucht im Osten Kubas unternimmt. Zwei Tage zuvor haben U$-Flieger die Abwehrstellungen der Kubaner bombardiert. Die Transportschiffe von Söldnern und Waffen werden vom U$-Großkapital, vor allem von der ’United Fruit Company’ finanziert, die größter Großgrundbesitzer im vorrevolutionären Kuba gewesen war. Als die Invasion scheitert, gehen die U$A zu einer scharfen Blockadepolitik über, die Kuba nach dem Wegfall der sozialistischen Länder in akute Versorgungsnot stürzt.

1961, Kongo/Zaire: CIA-Söldner ermorden den ersten nachkolonialen Präsidenten Lumumba, der eine antiimperialistische Position bezogen hatte, die Söldnertruppen übernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Präsident von Gnaden der U$A, der ein Jahrzehnte währendes Schreckensregiment errichtet.

1962, Laos: Obwohl das Genfer Abkommen die Anwesenheit ausländischer Truppen in Laos verbietet, baut die CIA im Auftrag der Kennedy-Regierung eine geheime Armee, ”U$-Armee Clandestine”, auf, die auch in Vietnam eingreift Ihr gehören 35.000 Angehörige der opiumanbauenden Bergstämme an. Die Kosten der Armee werden zum Teil aus den Profiten des Drogengeschäfts finanziert.

1963-1975, Vietnam: Im Genfer Indochina-Abkommen wird 1954 festgelegt, dass sich die Truppen der Demokratischen Republik Vietnam zunächst auf den Norden des Landes, die Truppen Frankreichs auf den Süden zurückziehen sollen. Die Schlußbemerkung des Abkommens sieht die Vereinigung des Landes vor. Die U$A erkennen diese Schlußerklärung nicht an. In Südvietnam setzen sie ihnen genehmen Satrapen ein, 1963 eine offene Militärdiktatur. 1964 inszenieren sie den, Zwischenfall in der “Tonkinbucht” in der Nähe der nordvietnamesischen Hauptstadt und bombardieren ab 1965 Nordvietnam. Insgesamt kämpfen in Vietnam 2,6 Millionen U$-Soldaten. Die Sprengkraft ihrer Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das Dreifache. Flächenbombardements mit Napalm und Chemiewaffen hinterlassen weite Gebiete von verbrannter und verseuchter Erde. In Vietnam kommen drei Millionen Menschen zu Tode, eine halbe Million werden verkrüppelt. 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück, die Totgeburtenrate stieg um 2600%. Das Dioxin wandert um den gesamten Globus und ist noch heute in jedem Fettgewebe von Müttern und ihren Kindern nachzuweisen. 200.000 U$-Kriegsveteranen stellen Schadensersatzansprüche an ihren Staat und werden bis heute ignoriert.

In Hamburg sterben während der Produktion dieses Ultragifts 115 kontaminierte Arbeiter des C.H.Boehringer und Sohn Konzerns (weitere 23 begingen ‘Selbstmord’). Der damals dafür mitverantwortliche Geschäftsführer Richard von Weizäcker wird 1984 Bundespräsident.

1963-1990, Südafrika: Mit ihren Aufklärungssystemen unterstützt die CIA die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems. 120.000 Anhänger des ANC werden getötet. Auch die Festnahme von Nelson Mandela wird von der CIA organisiert.

1964, Brasilien: Der 1961 gewählte Präsident Joao Goulart setzt vorsichtige soziale Reformen in Gang. Als er Höchstgrenzen für den Abfluß von Profiten ins Ausland erläßt und eine Tochter des U$-Konzerns ITT verstaatlicht, organisiert die CIA einen Putsch und verhilft einer Militärjunta zur Macht.

1965, Dominikanische Republik: Der 1963 demokratisch gewählte Präsident Juan Bosch wird wegen seiner sozialreformerischen Pläne vom Militär weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rückkehr fordert, schicken die U$A 23.000 Mann auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.

1965, Indonesien: Gegen den anti- imperialistischen Kurs von Präsident Sukarno bringt die CIA die von ihr kontrollierte Armee in Stellung. Als die linke ”Volksfront”, die stärkste Stütze des Präsidenten, versucht, die Armeeführung zu entmachten, kommt es zum lange geplanten ”Gegenschlag”. Hunderttausende Anhänger Sukarnos werden ermordet. An die Stelle Sukarnos tritt Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons.

1967, Griechenland: Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die CIA den ”Obristenputsch” gegen die demokratische Regierung Papandreou. Allein im ersten Monat danach kommen 8.000 Menschen zu Tode. Es beginnt eine siebenjährige faschistische Herrschaft. Kommentar eines CIA-Agenten, wieso sie das gemacht haben: “Wie kann man eine Hure vergewaltigen?”

1967, Bolivien: Die CIA dirigiert den Kampf der bolivianischen Armee gegen die aufständische Guerilla und auch die Festnahme der Gruppe von Che Guevara, der ermordet wird.

1970-1973, Chile: 1970 erhält der Kandidat der ”Unidad Popular”, Salvador Allende, bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit. Als der Chef der chilenischen Armee, Rene Schneider, sich dem Drängen der U$A widersetzt, einen Militärputsch durchzuführen, wird er von einem von der CIA organisierten Kommando ermordet. Nach dreijährigen Sabotage- und Destabilisierungsaktivitäten führt der Nachfolger Schneiders, General Pinochet, den CIA – Putsch durch. Präsident Allende wird ermordet, das Fußballstadion in Santiago wird zum Gefangenenlager Für Zehntausende Anhänger des demokratischen Präsidenten. Tausende Aktivisten linker Parteien und Gewerkschaften werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. U$-Außenminister Kissinger kommentiert das Vorgehen seiner Regierung so: ”Ich sehe nicht ein, dass wir zulassen sollten, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist.”

Die CSU-nahe Hans-Seidel Stiftung schreibt dem Diktator eine neue Verfassung. Der CDU-Generalsekretär Bruno Heck kommentierte den Putsch so: “Ein Aufenthalt im Estadio de Santiago de Chile ist bei schönem Wetter doch recht angenehm.” Beide Parteien waren sich einig, dieses Schlächter-Regime als “Neue Demokratie” feiern zu dürfen.

1972 K, Honduras: Nach direkten Interventionen der U$A und Militärputschen 1972, 1975 und 1978 oktroyieren die U$A eine Verfassunggebende Versammlung, zu deren Wahl Christdemokraten, Sozialisten und Kommunisten nicht zugelassen sind (1980).

1974, Zypern: Zusammen mit der faschistischen griechischen Junta organisieren die CIA und das U$-Außenministerium einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des Inselstaates, Erzbischof Makarios. Der Präsident kann dem Attentat entkommen. Als die Demokratie in Athen die Obristenjunta verjagen, wechselt U$-Außenminister Kissinger auf die Seite der Türkei, die Zypern überfallen hat. Tausende werden getötet, 200.000 Menschen verlieren ihre Heimat.

1975, Osttimor: Die U$A weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik (vorher eine Kolonie Portugals) anzuerkennen und unterstützen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto-Regime, das selbst wirtschaftlich und militärisch von den U$A ausgehalten wird. In den anschließenden Massakern werden 200.000 getötet.

1976, Argentinien: Unter Anleitung der CIA findet ein Militärputsch gegen die zivile Regierung statt. Todesschwadronen im Auftrag des Videla-Regimes terrorisieren das Land. Tausende werden ermordet oder verschwinden für immer. Die CIA baut Buenos Aires zu ihrer Zentrale aus, von wo sie Mordkommandos gegen mißliebige Personen und Gruppen in ganz Lateinamerika entsendet.

1976/82, Angola: Die U$A unterstützen mit Waffen und Spezialkommandos die auch vom rassistischen Südafrika ausgerüsteten Rebellen gegen die Regierung der nationalen Befreiung. Das Land versinkt in einem selbstzerstörerischen Bürgerkrieg.

1980-1988, Iran/Irak: 1979 muß im Iran der U$-Statthalter Schah Reza Pahlewi dem Shiienführer Ayatolla Chomeini Platz machen. U$-Präsident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: ”Ein Versuch einer dritten Macht, Einflußnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen.” Die U$A rüsten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus. Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Awacs-Flugzeugen unterstützt. In dem achtjährigen Krieg kommen Hunderttausende ums Leben,. 1984 schießen die U$A zwei iranische Kampflugzeuge über dem Persischen Golf ab, 1987 holt das U$-Kriegsschiff ”Vincennes” einen iranischen Airbus runter – 270 Zivilisten finden den Tod. Durch die militärische Unterstützung der U$A wird der Irak zur regionalen militärischen Großmacht. Gleichzeitig unterstützen die U$A den Iran mit dem Ziel, dass die beiden Länder sich gegenseitig mattsetzen. Über Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert. Das Waffengeschäft mit dem Iran wird am U$-Kongress vorbei abgewickelt. Mit den iranischen Milliarden kann die Reagan-Regierung in aller Welt ”Contras”, Söldnereinheiten gegen mißliebige Regierungen, unterhalten.

1980-1990, Afghanistan: Die CIA heuert aus allen arabischen Ländern Aktivisten des islamischen Fundamentalismus an, um sie als ,Heilige Krieger” gegen die von den Sowjets gestützte Regierung in Afghanistan einzusetzen. Zu den von der CIA ausgebildeten Terroristen gehört auch bin Laden, dessen Organisation “Al-Qaida – Die Basis” unter der Agide der CIA entsteht. Zur Finanzierung der Guerilla organisiert die CIA zusammen mit dem pakistanischen Geheimdienst den Drogenanbau in Pakistan und den ”befreiten” Gebieten Afghanistan Der Drogenhandel in alle Welt wird mit Hilfe der CIA-Logistik bewerkstelligt, 90% der in Europa erhaltbaren Drogen stammen aus diesen Gebieten. Die ”arabischen Afghanen” der CIA findet nach der Niederlage der Sowjetunion in den U$A ein neues Ziel ihres “Heiligen Krieges”, nachdem sie kurz zuvor noch in Ex-Jugoslawien die Zerschlagung der Jugoslawischen Arbeiterselbstverwaltung mitbestritten haben.

1981/85, Nicaragua: Aus dem Waffengeschäft mit dem Iran finanziert die U$-Regierung den Aufbau und Unterhalt einer Söldnertruppe in Nicaragua, die sich vor allem aus Soldaten und Offizieren der Armee des früheren Diktators Somoza zusammensetzt. Dieser Einsatz von mehreren tausend ”Contras” widerspricht einer ausdrücklichen Festlegung des U$-Kongresses. Die U$-Piloten schaffen über Costa Rica, Honduras und Panama Waffen heran, auf dem Rückflug mit die U$A nehmen sie Drogen mit, die auf diese Weise in die U$A gelangen. Partner der CIA ist das Drogenkartell von Medellin. 1986 stellt der Internationale Gerichtshof in Den Haag fest, dass die paramilitärischen Aktionen der U$A das Völkerrecht verletzt haben.

1980 Putsch in der Türkei. Der CIA-Agent Emmanuelle Boggs gründet ein Sozialwissenschaftliches Institut und erstellt computergestützte Todeslisten für das Militär - er kam gerade aus Chile.

1981 Putschversuch in Italien. Später kommt heraus, daß über 600 NATO-Offiziere daran beteiligt waren, die u.v.a. Sprengstoff-Gutachten fälschten, damit nicht herauskommt, daß es sich dabei um NATO-Material gehandelt hat. Es wurden vorbereitete Listen von 250.000 Oppositionellen, Journalisten, Linken und Gewerkschaftern gefunden, teilweise mit aktualisierten Vermerken wie: “Derzeitiger Aufenthaltsort.”

1981/92 ff., EI Salvador: Die FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Marti) wird zur bestimmenden Kraft gegen die von den U$A eingesetzte Regierung. Der CIA-Agent Roberto d’Aubuisson gründet die ARENA, deren Todesschwadronen Tausende Regimegegner umbringen, darunter den Erzbischof Oscar Romero. Auch nach dem Friedensschluß 1992 setzt die ARENA ihre Mordaktionen fort, was von den UN mehrfach verurteilt wird.

1982, Falklands/Malvinas: Die U$A unterstützen Großbritannien im Feldzug zur Wiedererlangung der Inseln vor Argentinien mit Satellitenaufklärung und anderen techno- logischen Einrichtungen. 750 argentinische und 250 britische Soldaten kommen bei der Aktion ums Leben.

1982/84, Libanon: Unter Einsatz von Kriegsschiffen und -flugzeugen sowie ihrer U$-Marines an Land, vertreiben die U$-Truppen die PLO und installieren die Phalangisten als dominierende Macht. Das Marinekorps in Beirut wird angegriffen, woraufhin die U$- Navy das Land von See aus unter Beschuss nimmt.

1983, Grenada: Die U$A überfallen das kleine mittelamerikanische Land, liquidieren die marxistische Regierung und setzen ein ihnen genehmes Regime ein. Über vierhundert GrenadanierInnen und 84 Kubaner, vor allem Bauarbeiter, werden umgebracht.

1984/86, Libyen: In seiner Nationalen Sicherheitsdirektive Nr. 138 erklärt Präsident Reagan 1984 den Kampf gegen staatlich geförderten Terrorismus zum vorrangigen Ziel. Zwei Jahre später wird Libyen zum ersten Testfall der neuen Doktrin. Die Bombardierungen fordern mindestens 40 zivile Opfer, darunter die Tochter von Staatschef Ghaddafi.

1986, Haiti: Nachdem der U$-Vasall ”Baby Doc” Duvalier nicht mehr zu halten ist, installieren die U$A eine Militärjunta.

1986, Bolivien: U$-Armee-Einheiten kontrollieren weite Teile des Landes, angeblich um den Kokainanbau und -handel zu bekämpfen.

1989/90, Panama: Ein Bombardement zerstört Teile von Panama City. 27.000 U$-Soldaten übernehmen die Kontrolle und verhaften die Regierung Noriega. Über 2.000 Menschen sterben, 15.000 werden obdachlos. Angeblich geht es um die Verhaftung Noriegas, dem Drogenhandel vorgeworfen wird. Ein Verbrechen, das der Expräsident jahrelang mit Wissen und zum großen Teil im Auftrag der CIA begangen hat. Die Invasion findet zwei Monate vor den Wahlen in Nicaragua statt, bei denen die Sandinisten mit guten Aussichten antreten.

1991, Haiti: Die CIA veranlaßt einen Militärputsch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten, Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militärjunta stürzt das Land in eine dreijährige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.

1991 ff, Irak : Nach dem Überfall des Irak auf Kuwait bombardieren die U$A mit einigen Verbündeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. Bei den ersten Angriffen kommen 200.000 Menschen ums Leben. Die weiteren Bombardierungen und das bis heute andauernde Embargo haben zum Tod von möglicherweise zwei Millionen Menschen geführt.

1992/94, Somalia: U$-Truppen, See- und Luftstreitkräfte stellen sich im Rahmen einer UN-Mission auf die Seite der ihnen genehmen Fraktion im Bürgerkrieg, Der Einsatz endet in einem Fiasko.

1993/95, Bosnien: Im Rahmen von Nato-Aktionen bombardieren Kampfpflugzeuge serbische Stellungen und sorgen für die Lufthoheit der bosnischen Sezessionisten.

1995, Kroatien: U$-Kampfflugzeuge bombardieren zwecks Vorbereitung einer kroatischen Offensive serbische Flugplätze.

Von 1980/81 an, d.h. unter dem BND-Präsidenten Klaus Kinkel, betrieb die Deutschland die Teilung Jugoslawiens mit allen nachrichtendienstlichen Mitteln.“( Erich Schmidt-Eenboom, „Der Schattenkrieger - Klaus Kinkel und der BND“, Kapitel 9: Titos Erben in Bonn – Kinkels Vorstoß auf den Balkan,S.211ff)

In den späten 80ern veränderten drei Faktoren die Dynamik der U$-Jugoslawischen Beziehungen. 1. Jugoslawien beginnt marktorientierte „Reformen“ zu stoppen. 2. Der Kalte Krieg geht zuende und Jugoslawien wird militärisch zunehmend uninteressant. 3. Deutschland wird zu einem stärker werdenden Faktor in Europa, so das die Bush-Administration deutsche geopolitische Ziele antizipierte, hier die Politik der Förderung des Nationalismus zwecks Schaffung eines bürgerkriegsreifen Klimas, Manipulation der öffentlichen Meinung mit Methoden der psychologischen Kriegsführung auch in Deutschland, bis hin zur Ausrufung von Staatengebilden innerhalb Jugoslawiens.

Hierzu reaktivierte der BND Geheimdienst-Veteranen des 2.Weltkriegs, agierte in kroatischen Exilorganisationen, schaffte es, den kroatischen Teil des jugoslawischen Geheimdienstes zu übernehmen und ließ zu, daß als rechtsextremistisch eingestufte Organisationen Söldner für Kroatien anwarben. „Es würde den Rahmen (...) sprengen, wollte man alle nachrichtendienstlichen Aktivitäten (...) zur Verschärfung des Sezessionskrieges in Ex-Jugoslawien (...) darstellen. Festzuhalten bleibt, das die Mehrzahl von Kroatien importierten Rüstungsgüter deutschen Ursprungs ist und unter den Bedingungen eines UNO-Embargos ohne die geheimdienstliche Unterstützung durch den BND nicht ins Land gelangt wäre. (...) Der Bundesnachrichtendienst hat, was Kroatien betrifft, den größten Anteil an der Aushöhlung der Beschlüsse der Vereinten Nationen.“ (Eenboom, S.233f)

 

1998, Afghanistan: Angriff mit Cruise-missiles auf mehrere CIA-Ausbildungslager in Afghanistan, wo Einheiten von bin Laden vermutet werden, den die U$A für Anschläge auf U$-Botschaften verantwortlich machen.

1998, Sudan: Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas für Terroristen herstellt. Die U$A erklären später, dass es sich um einen Irrtum gehandelt habe.

1999, Jugoslawien: Angeführt von den U$A bombardiert die Nato Jugoslawien. Die 78 Tage währenden Bombardierungen, die dem Völkerrecht und selbst dem Nato-Vertrag zuwiderlaufen, nennt die Nato eine “humanitäre Aktion”, weil es darum gehe, die Menschenrechtsverletzungen des Milosevic-Regimes zu stoppen. Die Nato setzt Uranmunition und Splitterbomben ein. 2.000-4.000 Menschen werden getötet, bis zu 6.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und Erdölraffinerien werden weite Gebiete verseucht. Das Kosovo wird von Jugoslawien abgespalten und de facto zum Nato-Protektorat.
Die aus allen Arsenalen hrausgeballerten Cruise Missile Raketen, wären 14 Tage später wertlos gewesen, da ihre Steuerung auf GPS-Daten basierten. Dieses Sattelitensystem reinitialisierte sich aber aus technischen Gründen und die Lenkwaffen hätten kein Ziel mehr getroffen.

2001, Afghanistan: Einmarsch in Afghanistan. Die auf die Philosophie des U$-Sicherheitsberaters Steven Brzinsky zurückgehende Geopolitik, bereits seit Carter, die Südflanke der UDSSR zu destabilisieren, durch Schaffung der AlQuaida und finanzielle, wie militärische Unterstützung der Taliban-Milizen wird egalisiert, Zeugen beseitigt, Beweise vernichtet, Militärbasen in allen Regionen rund um das schwarze Meer errichtet, das kaspische Öl gesichert und ein Pipeline-Bau durch die Türkei begonnen.

Frühjahr 2003, Invasion in den Irak: Der ehemalige CIA-Agent und jetziger Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der im ersten Irak/Iran-Krieg noch höchstpersönlich Saddam Hussein Giftgas verkauft hat, befördert wie der Rest der Reagan/Bush-Falken, die Eleminierung des irakischen Staatsführers. Schade, das Hussein nicht auf die Idee kommt, vorher noch ein Buch über seine Kontakte in den Westen, die Rüstungsindustrie und ihre Lobbyisten, incl. ihre Schweizer Geheimkonten zu schreiben, damit die deutsche Rot/Grüne-Regierung gezwungen wäre, gegen z.B. DaimlerBenz (mobile Scud-Raketen-Abschußrampen), MBB (BO-105 Hubschrauber) und andere Waffenexporteure vorzugehen und sie endlich wegen Beihilfe zum Massenmord in den Knast zu sperren..
Deutschland beteiligt sich ansonsten nicht direkt am Einmarsch in den Irak. Versprochen ist versprochen. Die rot/olivgrünen ersetzen nur alle amerikanischen und britischen Spezialkräfte in Afghanistan, die von dort für den Einmarsch abgezogen werden müssen und stellt 20.000 BW-Soldaten am Frankfurter Flughafen, zur Betreuung der amerikanischen Invasionstruppen, wie es in einem Vertrag zwischen Reagan und Kohl festgelegt ist.

aus: »konkret«, 11/2001 bzw. Arbeiterstimme Wien Frühjahr 2002, dem spiegel und eigenen Recherchen

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