American troops opened fire on anti-US protesters in the northern city of Mosul on Tuesday, killing at least 10. Hours earlier, 20,000 people marched through the southern city of Nasiriyah to oppose Washington’s plans to install a puppet government. In Baghdad, the US military tried to prevent journalists from reporting on the third straight day of anti-US demonstrations.
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15. April 2003
American "free
press" in action
US networks agree to serve as Pentagon propaganda tool
in Iraq
Having served unofficially as a propaganda
arm of the White House and Pentagon before and during the war on Iraq, the
major US media networks, with the exception of CNN, have agreed to make
their function official. In the name of providing Iraq’s people with a
taste of a “free press,” ABC, CBS, Fox and the Public Broadcasting Service
(PBS) have decided to provide content for a Pentagon-controlled television
service in Iraq.
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08. April 2003
US-Raketenangriff auf arabischen
TV-Sender
Der als US kritisch
angesehne TV-Sender El Dschasira wurde am Dienstagmorgen Ziel eines feigen
Angriffs der USA.
Dieser Angriff, bei dem mindestens ein Mensch getötet und viele weitere
verletzt wurden, galt offenbar der freien Berichterstattung des Senders.
Al hatte in der Vergangenheit oft Kritik an der Nahostpolitik der USA
geübt und folgt nicht der Propaganda wie alle US-Medien, sondern versucht
durch freie Berichterstattung ein "richtiges" Bild des Krieges zu geben.
Dies liegt natürlich nicht im Interesse der USA, die Luftangriffe auf die
Zivilbevölkerung lieber verheimlicht und von großartigen Siegen, ohne
größere "Kolatteralschäden" spricht.
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08. April 2003
Brutales Vorgehen gegen Kriegsgegner
Die USA beweisen wieder, dass barbarische
Gewalt für sie ein legitimes Mittel gegen Andersdenkende ist.
Eine Demonstration von Kriegsgegnern in
Oakland/Kalifornien, wurde wegen des Blockierens einer Zufahrt zu einer
Reederei mit Gummigeschossen und Tränengas aufgelöst. Zeugen teilten mit,
dass die Polizei ohne größere Ankündigung auf alle Schoss und Schlug, die
sich in der Nähe der Reederei befanden. Bei diesem Übergriff wurden
zahlreiche Menschen, auch unbeteiligte wie z.B. Hafenarbeiter, verletzt
und festgenommen.
Die Reederei steht im Verdacht, Geschäfte mit dem Krieg zu machen und wäre
ein sicheres Ziel für die Justiz, wenn diese nicht auch davon profitieren
würde.
Business as usual!!!
06. April 2003
Warum Streubomben?
Zu Berichten über das
Abwerfen von Streubomben meint der Londoner Independent:
"Warum benutzen Briten und
Amerikaner im Irak Streubomben? Wir glauben nicht, dass die Verwendung
solcher Munition je gerechtfertigt ist. Aber wie viel schwächer ist das
Argument, dafür in diesem Krieg! Die technologische Überlegenheit der
Koalition ist so überwältigend, dass es nicht nötig sein kann, Waffen zu
benutzen, die klar dem Ziel entgegenstehen, Opfer unter der
Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten."
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05. April 2003
US-Gericht schafft neue Anspruchsgrundlage nach Freundschaftsverträgen
Update
Am 7. März 2003 erzielten die Beklagten einen ungewöhnlichen Erfolg. Das
Revisionsgericht nahm auf ihren Antrag seine Zuständigkeit erneut an,
obwohl es die Sache bereits an das Untergericht zurückverwiesen hatte, was
extrem rar ist. Dann hob es seine Entscheidung insoweit auf, als sie die
nachfolgend dargestellte neue Rechtsgrundlage für Ansprüche nach
Freundschaftsverträgen betrifft. Es wies nun das Untergericht an, die
Sache im Lichte der vom Beklagtenvertreter erörterten, revidierten
Auffassung der Vereinigten Staaten zu prüfen "that is does not interpret
the Treaty of Amity to create such a cause of action."
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04. April 2003
Ein Krieg ist ein Krieg
Die katholische Zeitung La Croix (Paris) protestiert gegen den
Krieg an sich:
"Die zivilen Opfer sind eine Schande und ein Gräuel für das Gewisse, sie
demonstrieren in so tragischer und absurder Weise auch, dass ein Krieg
immer ein Krieg sein wird. Man könnte sich sogar fragen, ob sie mit ihrem
unfreiwilligen "Opfer" nicht dazu beitragen, uns pausenlos zu zeigen, was
ständig wieder vergessen wird: dass der Krieg zwangsläufig fürchterlich
ist - und es damit immer und überall richtig ist, nach einem Weg zu
suchen, wie er vermieden werden kann."
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31. März 2003
Gott und der Krieg
Le Monde (Paris) wendet sich dagegen, dass G. W. Bush im Krieg
gegen den Irak Gott auf seiner Seite sieht:
"Diese praktisch permanente
Anrufung Gottes birgt in den Augen von Hunderten von Millionen Muslimen
die Gefahr, den Konflikt zwischen der angloamerikanischen Koalition und
den Irakern in einen Kreuzzug zu verwandeln, in einen Kampf der Kulturen
und Religionen mit zerstörerischen Folgen weit über die Region hinaus."
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20. März 2003
Der Wille zum Krieg triumphiert
über das Recht
Bush und Blair beginnen ihren völkerrechtswidrigen Krieg
Bush habe komplett die
Verbindung zur Realität verloren, meinte unlängst der Wirtschaftsprofessor
Paul Krugman: "Die Entmachtung Saddams ist inzwischen eindeutig eine
Obsession geworden." Nun könnte die Wirklichkeit jedoch selbst wieder
Kontakt mit dem US-Präsidenten aufnehmen, wenn er diese Obsession in
einigen Wochen ausgelebt haben dürfte. Eine dieser Wirklichkeiten sollte
die Frage sein, ob sich Bush, Blair, Aznar und die anderen
Selbstermächtigten Kriegsherren in naher oder ferner Zukunft für das nun
einsetzende Gemetzel vor dem Internationalen Strafgerichtshof oder einem
vergleichbaren Tribunal rechtfertigen müssen.
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20. März 2003
Saddam war das Ziel der
Luftangriffe
Doch die versuchte
Enthauptung des Irak scheint nicht gelungen zu sein
Angeblich wurden die ersten
Luftangriffe mit Marschflugkörpern auf Ziele am Rande von Bagdad geführt,
weil der Geheimdienst CIA Informationen über den Aufenthaltsort von hohen
Regimemitgliedern und vor allem von Saddam Hussein in Händen gehabt haben
soll. Eine "Enthauptung" des Irak ganz zu Beginn wäre vielleicht schon das
Ende des Krieges gewesen. Aber offensichtlich Lebt Saddam noch.
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20. März 2003
USA verstoßen erneut gegen
Völkerrecht
It`s war! Nur 90 Minuten nach Ablauf
des Ultimatums, hat das Sterben in Bagdad begonnen.
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18. März 2003
Maske des Weltgouverneurs
Kommentar der römischen
Zeitung La Republica zum Verhalten Bushs in der Irak-Krise:
"Er hat seinen Fuß nur auf
einen Vorposten Europas gesetzt, auf die Azoren, die 1500 km von unserem
Kontinent entfernt sind, und er hat es mit der Eile und dem Widerwillen
desjenigen gemacht, der Angst hat, sich zu beschmutzen. US-Präsident Bush
war gekommen, um ein Ultimatum zu bringen, nicht ein Zeichen der
Bereitschaft. Er hatte dafür das Gesicht aufgesetzt, das bisher nur wenige
Freunde und die Anwälte der Todeskandidaten in Texas kannten, die immer
zurückgewiesen wurden. Es ist die Harte Maske des Weltgouverneurs, der die
Hinrichtung Saddam Husseins beschlossen hat."
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11. März 2003
Von Vietnam nach Bagdad
Die Pariser Liberation
erinnert angesichts der Washingtoner Planungen für einen Irak Krieg an
Parallelen zum Vietnam -Desaster:
"Die kritischen Stimmen
gegen den Kurs von Bush werden immer lauter. Sie erinnern sich, dass die
USA die Offensive gegen das kommunistische Nordvietnam gegen die
Vereinigten Nationen und die Warnungen Frankreichs unternahmen. Sie waren
der Überzeugung, dass sie über die militärischen Mittel verfügten, um ihre
Gegner zu vernichten. Sie waren sich sicher, im Sinne der Menschheit zu
handeln, die vom Kommunismus bedroht war. Nach dem Tod von mehreren
Millionen Vietnamesen und 55 000 Amerikanern mussten sie dann doch
aufgeben, weil der Widerstand des amerikanischen Volks zunahm. Überzeugung
und waffentechnische Überlegenheit hatten nicht für den Sieg gereicht."
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06.März 2003
Spuk der Kriegsgründe
Bush maßt es sich an, vor Millionen
von Menschen zu erklären, er bringe der Region nach dem Krieg die
Demokratie. Wie kann er davon reden, wo er doch nicht mal in seinem Land
demokratische Verhältnisse schafft?! Spätestens jetzt müsste jeder
Kriegsbefürworter merken, dass es sich wohl doch nicht allein darum
handelt, einen Diktator mit Massenvernichtungswaffen zu vertreiben.
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04. März 2003
Strategiewechsel
Die Rhein-Zeitung (Koblenz/Mainz) ermahnt
Washington:
"Ist es nicht allmählich an der Zeit, dass
US-Präsident George W. Bush und die Falken in seiner Regierung anstatt
über einen Regimewechsel im Irak über einen Strategiewechsel in Washington
nachzudenken? Die Mehrheit der Amerikaner will keinen riskanten Alleingang
gegen den Rat von Freunden, gegen das Votum von wichtigen Verbündeten.
Bush und Blair würden einen Krieg gegen die überwältigende Mehrheit ihrer
jeweiligen Bevölkerung führen. Wer will ihnen da glauben schenken, wenn
sie sich als Vorkämpfer eines demokratischen Mittleren Osten
präsentieren?"
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03. März 2003
Pläne nicht ganz ausgefeilt
Zur Verschrottung der Irakischen Raketen
und der US-Friedenspläne schreibt die Neue Züricher Zeitung am Sonntag:
"Der Streit über die Kurzstreckenraketen
wirkt wie ein Scheingefecht, das den Mangel an an Konzepten verdeckt. Die
Regierung Bush hat lange die Abrüstung des Irak gefordert. Jetzt wird
deutlicher als bisher auch die Ablösung der Regierung verlangt. Diese
drängende Forderung aus Washington kommt spät. Der Wandel von innen, der
zum Sturz von Saddam hätte führen können, ist auch deshalb nicht
eingetreten, weil Washington vor zwölf Jahren die aufständischen Schiiten
im Süden des Landes in Saddams Messer hat laufen lassen. Und auch heute
wirken die amerikanischen Pläne für einen befreiten Irak nicht so
ausgefeilt, als das sie die Iraker zur Rebellion verleiten würden."
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01.März 2003
Mit Krieg zur Demokratie
Der Standard (Wien) kritisiert die
Rede von Bush, wonach ein Krieg im Irak der gesamten Nah-Ost-Region die
Demokratie bringen könnte.
"Man schaudert angesichts des unleugbaren
Zynismus: Den fürsorglichen Worten werden nämlich die Bomben folgen. Viele
der von Bush freundlicherweise für demokrariefähig erklärten Iraker und
Irakerinnen werden nicht mehr in Genuss der drei Millionen
Lebensmittelnotration, die die USA laut Bush vorbereiten, kommen. Weil sie
tot sein werden. ... Immerhin stellt Bush ein historisches Verdienst in
Aussicht: für die Demokratisierung der ganzen Region."
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26. Februar 2003
Saddam H. drängt zu Gesprächen mit Bush
In einem Interview mit dem amerikanische
Fernsehsender CBS hat Saddam Hussein nochmals bekräftigt, ein Krieg gegen
sein Land sei unnötig.
Ein Gespräch mit Bush, nannte Saddam als
Möglichkeit, einen Krieg zu vermeiden. Er wolle US-Präsident Bush und die
Welt davon überzeugen, dass sein Land in Frieden leben möchte und alle
Kriegsargumente der USA nichtig seien. Ebenfalls sagte er, habe Bush die
Möglichkeit seinerseits die Welt davon zu überzeugen, dass ein Krieg gegen
den Irak notwendig ist.
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26. Februar 2003
Gefallene Masken
Von Betrug in Zusammenhang mit der
geplanten neuen Irak Resolution des UN-Sicherheitsrates spricht die
spanische Zeitung El Pais (Madrid):
"Nun bestehen keine Zweifel mehr, alle
Masken sind gefallen. Der neue UN-Resolutionsentwurf von Amerikanern,
Briten und Spaniern ist ein Text für den Krieg. Spaniens Ministerpräsident
Jose´ Maria Aznar hat den Entwurf mit vorbereitet und damit das Parlament
hintergangen. Die neue Resolution bedeutet, selbst wenn sie angenommen
würde, keine Autorisation für einen Krieg, weil die Formulierungen nicht
klar genug sind. Ein Krieg bedeutete unter diesen Umständen einen Bruch
des internationalen Rechts. Bush hüllt - mit Unterstützung Aznars - seinen
Beschluss zum Angriff auf den Irak in einen Anschein von Legalität. Nun
schlägt er vor, dass die anderen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat diesen
Betrug mitmachen."
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18. Februar 2003
Andere Amerika
Die spanische Zeitung La Vanguadia
(Barcelona) kommentiert die Friedensdemonstrationen vom Wochenende:
"Hunderttausende von Amerikanern haben
trotz bitterer Kälte gegen einen Krieg im Irak protestiert. Sie
repräsentieren das andere Amerika und beweisen, dass die Gesellschaft in
den USA keinen einheitlichen Block bildet. Man darf die Strategie von
US-Präsident Bush und dessen `Falken´ Cheney und Rumsfeld nicht mit der
Vielfalt der Meinungen im amerikanischen Volk gleichsetzen."
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18. Februar 2003
Trauma vom 11. September 2001 rächen
Die Zeitung Nouvelles D´Alsace
(Straßburg) kommentiert die Friedensdemonstrationen vom Wochenende:
"Es ist bezeichnend, dass die
Demonstrationszüge auch in Italien, Spanien und Großbritannien imposant
waren - Länder, deren Regierungen George Bush unterstützen. Die
Mobilisierung unterstreicht den Graben zwischen dem Staat und dem
einfachen Bürger. (...) In den Augen eines großen Teils der Öffentlichkeit
ist der Krieg ganz offensichtlich eine zu ernste Sache, um den
Strategen des Weis0en Hauses überlassen zu werden - die zu allem bereit
sind, um das Trauma vom 11. September 2001 zu rächen."
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14. Februar 2003
Bushs Fixierung
Die römische Tageszeitung La Repubblica
kommentiert unter der Überschrift "Amerikas doppelte Angst":
"Die beiden Ozeane werden für Amerika von einer dopplete `Schutzdecke´zum
doppleten `Schwert´- und die Regierugn Bush verfügt über keine dopplte
Strategie, um zurückzuschlagen. Vom Atlantik her droht der Schatten des
Terrorismus, der umso länger wird, je näher der Irak Krieg rückt. Vom
Pazifik her erkennt man die nordkoreanischen Raketen mit Atomsprengköpfen.
Es ist eine verkehrte Welt, in der die Armseligsten die Mächtigsten
terrorisieren, in der Amerika sich derart als Herr aufführen konnte und
sich zugleich nie so verwundbar fühlte. Und die einzige strategische
Antwort, die Bush anbietet, bleibt die Fixierung auf den Irak."
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13. Februar 2003
US-Klischees
Der Pariser Le Monde schreibt zur
"Francophobie" der US-Amerikaner:
"Es ist kaum tröstlich, dass Francophobie in der Partei von Präsident Bush
weit verbreitet ist. Es ist wohl vergeblich, darauf hinzuweisen, dass zwei
der Schlüsselemente in der Pariser Position es zumindest wert wären,
dikutiert zu werden. Erstens: Der Irak stellt keine solche Gefahr dar,
dass er einen Krieg verdiente. Zweiten: Ein Krieg gegen ein arabisches
Land ist genau das, was sich Osama wünscht."
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13. Februar 2003
Osama kommt wie gerufen
Der Mailänder Corriere della Sera
schreibt zum angeblichen Aufruf bin Laden:
"Mit einem perfekten Timing, das sich nicht einmal um eine Sekunde irrt
und immer den Verdacht einer Fälschung weckt, hat Osama seine raue Stimme
vernehmen lassen. Oder besser gesagt, jene Stimme, die die Amerikaner für
die seine halten. Und er hat den `Beweis´geliefert, den Bush nicht finden
konnte. Osama kam für ihn wie gerufen. Die Erklärung ist ein Phantom wie
sein Autor. Bin Laden oder jener der in seinem Namen spricht, benutzt die
Theologie des Martyriums, um eine Solidarität auszudrücken, um die das
irakische Volk nicht ersucht hat."
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12. Februar 2003
Kriegstreiber Bush
Tageanzeiger (Zürich) schreibst
dazu:
"Die USA habe die Nato in eine tiefe Krise gestürzt. Die Schuldigen stehen
eindeutig fest: Es sind nicht die drei Veto-Staaten Deutschland,
Frankreich und Belgien. Es ist Bush mit seiner Kriegstreiberei. Dabei geht
es um eine fast absurde Auseinandersetzung: Ankara bittet Nato-Partner um
Schutz, weil es dich bedroht fühlt. Wodurch? Durch einen möglichen Angriff
der USA auf den Irak. Denn dieser könnte zu Vergeltungsschägen gegen die
Türkei ausholen. Fazit: Die Türkei ist durch die Nato-Führersmacht USA in
eine bedrohliche Lage manövriert worden und ruft nun die Allianzgegner zu
Hilfe. Die Schlange beißt sich in den Schwanz. Was wir in der Nato
erleben, sit erst ein Vorgeschmack dessen, was uns in der Uno erwartet.
Auch dort werden die USA zuerst unerbittlich versuchen, die Partner zu
einem Ja zum Irak-Krieg zu drängen."
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12. Februar 2003
Weltordnung
Information (Kopenhagen)
"Die USA benutzen die Nato als Instrument, um Deutschland und Frankreich
den Arm umzudrehen. Wenn ein Krieg beginnt: Auf dem Spiel steht nicht nur
eine unbekannte Anzahl Menschenleben im Irak. Auf dem Spiel steht auch
eine Weltordnung."
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12. Februar 2003
Dürftigkeit ihrer Argumente
Le Figaro (Paris)
"Die geforderte Nato-Militärhilfe für die Türkei ist ein offensichtlicher
US-Befehl an die Alliierten, um ihnen die Entscheidungen nach den
Kriegsplänen des Pentagons aufzuzwingen. Washington und London müssen sich
der Dürftigkeit ihrer Argumente bewusst sein, um sich so ungeschickt
anzustellen. klar, dass da Herr Rumsfeld ungeduldig wird, wenn die
Europäer sich nicht wie Vasallen verhalten. Allerdings sollten die USA
darauf achten, dass die Diskussion der Alliierten untereinander nicht zur
Posse gerät."
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10. Februar 2003
Was geschieht danach?
Le Monde (Paris) befürchtet eine
anti-westliche Terrorwelle als Folge eines Irak-Krieges:
"Als die Amerikaner 1991 die irakischen Truppen aus Kuwait vertrieben
hatten, wollten einige bis Bagdad marschieren und `Schluss machen mit
Saddam Hussein´. Damals war Colin Powell als Generalstabschef einer der
erbittertsten Gegner eines solchen Einmarsches. Jetzt wird wahrscheinlich
genau das passieren. Und was soll nach dem Krieg geschehen? Aus Washington
ist gibt es keine Antowrt darauf. Eine Stabilisierung des Nachkriegs-Iraks
dürfte eine mehrjährige Besatzung erforderlich machen. Diese könnte eine
anti-amerikanische Intifada mit Selbstmordanschlägen gegen GI-Kasernen
auslösen und eine neue antiwestliche Terror-Welle fördern."
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09. Februar 2003
Weltherrschaft, Weltbedrohung
In der Wochenzeitung Freitag
schreibt der Herausgeber Wolfgang Ullmann über die USA:
"Herrn Rumsfeld verdanken wir die Klarstellung, dass neben vielem anderen
auch die Zeit für Argumente vergangen ist und zur offenen Beschimpfung der
kriegsunwilligen Europäer übergegangen werden kann. Die
Selbstverständlichkeit, mit der die Bush-Administration auf den Irak-Krieg
hinarbeitet, ist nichts anderes als ein Ausdruck des aus ihrem
imperialistischen Programm abgeleiteten Anspruchs auf uneingeschränkten
Zugriff auf die Knapper werdenden globalen Rohstoffressourcen."
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09. Februar 2003
Hört die Generäle
Zum drohende Irak-Krieg schreibt die Londoner
Boulevardzeitung Daily Mirror:
"Wir wissen, dass britische Generäle ihre Zweifel hinsichtlich einer
Invasion des Iraks haben. In den USA werden die Militärs wahrscheinlich
ähnlich denken. Aber wie stets werden die Soldaten von Politikern
entsandt, die sich selbst in einer bequemen Lage befinden: Weder George W.
Bush noch Tony Blair haben irgendeine Kriegserfahrung. Sie sollten besser
auf die Männer hören, die wirklich schon mal im Krieg gewesen sind."
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08. Februar 2003
US-Beweisunterdrückung
Die russische Tageszeitung Kommersant
wirft den USA mangelnde Unterstützung für die UN-Waffenkontrollen im Irak
vor:
"Wie überzeugend die Beweise sind, können nur Spezialisten sagen. Wir
stellen deshalb die Frage: Wenn Washington dieses Wissen hat und es
angeblich so konkret und überzeugend ist, warum hat man es dann nicht
schon längst den UN-Inspekteuren mitgeteilt?"
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08. Februar 2003
Verdacht ist kein Kriegsgrund
Le Monde (Paris) hält die "Beweise" über
versteckte Waffen im Irak für nicht stichhaltig:
"In New York hat man den ´Tag der Beweise` erwarte; herausgekommen ist der
´Tag der wiederholten Verdächtigungen´. Powell hat auf der Grundlage
ausgewählter Argumente - Waffen und die Verbindungen zu al Qaida -
lediglich Möglichkeiten erwähnt und keine Tatsachen präsentiert. Kann man
Krieg auf der Grundlage von Verdächtigungen beginnen?"
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Januar 2003
usaBoycott.com
Wir sind momentan mit der Wiedereinstellung dieser
Seiten beschäftigt. Dadurch leidet die Aktualität ein wenig. Ab März
stehen mit Sicherheit wieder alle Funktionen zur Verfügung und wir sind
mit einem aktuelleren und noch kritischeren Inhalt online.
16. Dezember 2002
Uno
Ende der Schonzeit
Mit derbem Muskelspiel setzt Washington die Uno
unter Druck. Womöglich schon im Januar wollen die Amerikaner den
Sicherheitsrat zum Krieg gegen den Irak drängen - was immer die
Waffeninspektoren aus Bagdad berichten. Weltweit wächst Unmut über das
Vorgehen der Supermacht.
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16. Dezember 2002
Waffentechnik
Meisterschuss mit dem Laser
Das amerikanische Militär setzt auf
Strahlenwaffen: Pure Energie soll feindliche Panzer, Raketen und Soldaten
außer Gefecht setzen.
Jagdszene am Herbsthimmel über White Sands in
New Mexico: Schneller als der Schall pflügt ein Artilleriegeschoss durch
die Atmosphäre - viel zu langsam für das heranzuckende Laserbündel. Für
Sekunden sengt Strahlung auf Metall. Dann zerbirst das Projektil, die
Splitter regnen auf den Wüstenboden nieder.
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15. Dezember 2002
Todesliste für
die CIA
Bush erteilt Lizenz zum
Töten
US-Präsident
George W. Bush hat der CIA einem Zeitungsbericht zufolge eine "Todesliste"
von mutmaßlichen Extremisten gegeben. Der Geheimdienst ist demnach befugt,
die Verdächtigen zu töten, sollte sich eine Gefangennahme als nicht
praktikabel erweisen.
Washington - Bush habe der CIA die Vollmacht
erteilt, die Terroristen sofort und ohne Rücksprache zu töten. Auch wenn
die Liste ergänzt werde, sei Bushs Zustimmung nicht erforderlich,
berichtet die "New York Times". Die CIA und das US-Präsidialamt hätten
eine Stellungnahme abgelehnt.
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13. Dezember 2002
Transatlantische
Verstimmungen
USA wollen deutschen
Vorsitz im Irak-Sanktionsausschuss verhindern
US-Präsident
George W. Bush ist offenbar noch immer verärgert über Gerhard Schröders
Anti-Kriegskurs. Die US-Regierung will nun mit allen Mitteln verhindern,
dass Deutschland im Weltsicherheitsrat den Vorsitz im
Irak-Sanktionsausschuss übernimmt.
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13. Dezember 2002
Neuer
Zündstoff
USA wollen irakische
Wissenschaftler verhören
Der
Irak sieht sich mit weiteren Forderungen konfrontiert. Die USA bestehen
darauf, dass irakische Wissenschaftler befragt werden. Sollte sich Bagdad
weigern, sähe die US-Regierung einen klaren Verstoß gegen die
Uno-Resolution.
New York/Washington - Die "Washington Post"
berichtet, die Bush-Regierung erwarte, dass es in der Frage von
Wissenschaftler-Befragungen zu einer Konfrontation mit Saddam Hussein
kommen wird. Dies will das Blatt von einem hohen US-Regierungsbeamten
erfahren haben.
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13. Dezember 2002
Raketen-Zwischenfall
Nordkorea verlangt
Entschuldigung von den USA
Als
"mutwillige Piraterie" bezeichnet Nordkorea die Aufbringung eines
Frachters mit nordkoreanischen Scud-Raketen im Indischen Ozean. Jetzt will
Pjöngjang eine Entschuldigung von den USA - und
Schadenersatz.
Seoul - In einer Erklärung des nordkoreanischen
Außenministeriums wurden die USA am Freitag außerdem beschuldigt, mit
ihrem Vorgehen die Souveränität Nordkoreas verletzt zu
haben.
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11. Dezember 2002
Beschlagnahmte
Scud-Raketen
USA geben klein
bei
Peinlich für
die USA: Nach schweren Vorwürfen gegen Nordkorea wegen einer
Raketenlieferung an den Jemen haben die Vereinigten Staaten jetzt
eingelenkt: Die im indischen Ozean aufgebrachten Waffen dürfen wie geplant
ausgeliefert werden.
Washington - US-Vizepräsident Richard Cheney
und der Staatspräsident von Jemen, Ali Abdullah Salih, hätten die Freigabe
telefonisch vereinbart, meldeten US-Medien am Mittwoch. Das im Indischen
Ozean aufgebrachte Schiff mit der Raketenladung habe seine Fahrt in
Richtung Jemen bereits fortgesetzt.
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11. Dezember 2002
Irak-Feldzug
USA planen Einsatz
von Anti-Personen-Minen
Das
Pentagon hat im Rahmen seiner Kriegsvorbereitungen offenbar auch Landminen
auf amerikanischen Stützpunkten in der Golfregion gelagert. Der Einsatz
der international geächteten Waffen stünde im Widerspruch zur
US-Militärdoktrin.
Washington - Wie die Zeitung "USA Today" unter
Berufung auf Pentagon-Unterlagen berichtet, plant das
US-Verteidigungsministerium den Einsatz der Anti-Personen-Minen bei einem
Krieg gegen den Irak. Dem Blatt zufolge würde das US-Plänen zuwiderlaufen,
wonach das Militär ab 2003 mit Ausnahme in der Pufferzone zwischen Nord-
und Südkorea keine Minen mehr verwenden soll.
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10. Dezember 2002
Friedensnobelpreis
für Carter
"Der beste
Ex-Präsident, den die USA je hatten"
Der
frühere US-Präsident Jimmy Carter hat in Oslo den diesjährigen
Friedensnobelpreis entgegengenommen. In seiner Dankesrede übte er
verhaltene Kritik an der Politik der USA: Große Macht, sagte er,
garantiere noch keine große Weisheit.
Oslo - "Wir haben uns stets
an die internationale Gemeinschaft gewandt, um sicherzustellen, dass
unsere eigene Macht und unser Einfluss von einer möglichst breiten
gemeinsamen Urteilskraft mit beeinflusst wird", sagte Carter bei der
feierlichen Zeremonie im Rathaus der norwegischen Hauptstadt. "Superstärke
ist nicht dasselbe wie Superweisheit".
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07. Dezember 2002
Die unendliche Geschichte: Die USA, der Irak und
der Krieg
"Große
Grammatik – viel Palava. Und viel Palava – viel Tot."
(Ken
Saro-Wiwa)
Seit dem zweiten Golfkrieg 1991 ist die
Irak-Frage zu einer innenpolitischen Frage und einer inneren Angelegenheit
der USA geworden, die mitunter über Wahlausgänge, Geschäftsmachenschaften
und Medienpolitik entscheidet.
Das derzeitige Debakel über einen
möglichen Irak-Krieg ist zunächst vor dem Hintergrund der weltweiten
ökonomischen und politischen Krise zu sehen. Den USA geht es um eine
verhältnismäßig langfristige Strategie der Umstrukturierung in diesem und
im vorderasiatischen Raum unter ihrer Vorherrschaft.
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25. November 2002
Schurkenstreiche
Luftkrieg und Beute
Der 11. September wird allerorten zu dem
Ereignis gestempelt, das wieder einmal die Welt verändert hat. Afghanistan
rückt ins Licht, als sei es bisher, zumal von der US-Regierung, von der
Landkarte verbannt gewesen. Entgegen den gängigen Annahmen lässt sich
allerdings feststellen, dass die Regierung Bush keineswegs Afghanistan zur
Seite geschoben hatte; im Gegenteil. Unmittelbar nach dem Machtantritt der
Bush-Regierung entwickelte diese eine rege diplomatische Aktivität, die
aus dem speziell engen Verhältnis Bushs zum Öl-Business herrührt. Auch die
Vorstellung einer Stammesrunde als erweiterte Regierung unter Einbeziehung
des Ex-Königs war durchgespielt. Die Taliban wussten schließlich aus
Unterhandlungen im Sommer 2001, dass die USA einen militärischen Angriff
vorbereiteten.
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22. Oktober 2002
Insider nimmt
Kriegslügen auseinander
Ein ehemaliger
UN-Waffeninspekteur zeigt in einem neuen Buch, dass nicht Hussein, sondern
Bush eine Gefahr für den Weltfrieden ist.
„Der Irak wurde
seit 1991 weitgehend entwaffnet“, erzählt Scott Ritter, Mitglied der
US-Republikaner und früher enger Parteifreund von US-Präsident Bush, in
„Krieg gegen den Irak“. „90 bis 95 Prozent der irakischen
Massenvernichtungswaffen wurden nachweislich zerstört.“ Das schließt auch
die Waffenfabriken und die Langstreckenraketen ein. Scott Ritter war von
1991 bis 98 UN-Waffeninspekteur im Irak und hat daran mitgewirkt, die
dortigen Waffen zu zerstören. Ritter bestätigt, dass die Technik, die Irak
für Atomwaffen bräuchte, kaputt ist. „Wenn der amerikanische Vizepräsident
jetzt sagt, der Irak könne innerhalb von zwei Jahren eine Atombombe bauen,
ist das blanker Unsinn.“
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21.Oktober 2002
USA planen wohl ganzen Feldzug in Nahost
Auch Syrien ziel der
USA?
Auch wenn die USA seit
kurzem wieder kompromissbereit scheinen, es bleibt abzuwarten, ob der Irak
noch angegriffen wird. Millitärstrategen rechnen mit einem Angriff für
Dezember, wenn der Fastenmonat Ramadan zu Ende geht oder mit Frühjahr
2003. Dabei geht es offensichtlich nicht nur um die Ölfelder des Iraks und
Saddam´s Massenvernichtungswaffen, denn die USA planen wohl insgeheim an
einer amerikanischen Regierung in Bagdad. Es geht da wohl auch um
Stützpunkte und eine gute strategische Position die beiden Nachbarländer
Iran und Syrien unter Druck zu setzen.
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17. Oktober
2002
US Prepares For Overt War,
Ignores UN Process - Bush Signs War Powers Into Law
Yesterday
President Bush signed into law the resolution passed by the U.S. Congress,
giving the executive branch a "Gulf of Tonkin-like" permission slip to
engage in unilateral war. This, despite massive protests through regular
channels and civil disobedience throughout the country, continent and the
world.
Before this resolution was even signed into law, planning,
support and command staffs were ordered moved to the nations of Kuwait and
Qatar, on the Arabian Peninsula. 20,000 troops and several aircraft
carriers are stationed around the region and the United States is building
full military bases for long-term occupation in nations outside of Saudi
Arabia.
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08. Oktober 2002
Bush
kämpft für US-Konzerne
Kinder sterben für
Profite
Die UN-Sanktionen gegen
Irak töten täglich Menschen. US-Konzerne dagegen umgehen sie und machen
Gewinne. Bush will den Krieg, um mehr Kontrolle im Nahen Osten zu
gewinnen.
(vollständiger Artikel)
08. Oktober 2002
ABC-Waffen? Terroristen?
Anklage ohne
Beweise
Bei neuen Beweisen gegen
Irak müsse die Regierung ihr Nein zum Krieg überdenken, ist aus der SPD zu
hören, etwa vom Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages
Hans-Ulrich Klose. Bush und Blair liefern Berichte am laufenden Band, um
ihre Kriegskoalition zu schmieden. Drei Irak-Kenner sprachen mit Linksruck
über die angeblichen Beweise.
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08. Oktober 2002
Bush
"Wir lehnen es ab, in Angst zu
leben"
In seiner Rede an die Nation hat George W. Bush
bekräftigt, dass ein Krieg gegen den Irak nötig ist. Der Kongress wird dem
US-Präsidenten wahrscheinlich mit überwältigender Mehrheit die Vollmacht
geben. Doch viele Fragen bleiben offen.
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04. Oktober 2002
Bush will Saddam auch ohne Uno-Mandat
bekämpfen
George W. Bush ist verärgert über den Streit im
Weltsicherheitsrat über eine Irak-Resolution. Der US-Präsident kündigte
an, auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen gegen Diktator Saddam
Hussein vorgehen zu wollen.
Washington/New York - Es sei jetzt Sache
der Vereinten Nationen, ihre Entschlossenheit zu zeigen, sagte Bush in
Washington. Und es sei Sache von Saddam Hussein, seinen Verpflichtungen
zur Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen nachzukommen.
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02. Oktober 2002
USA rufen zur Ermordung Saddams auf
Die Bush-Krieger lassen nicht locker. Trotz
großer Fortschritte bei den Verhandlungen über Waffeninspektionen zwischen
den Vereinten Nationen und dem Irak, beharrt dei US-Regierung auf einer
neuen Resolution der Uno. Der Sprecher des Weißen Hauses in Washington
rief die irakische Bevölkerung sogar zum Mord an Saddam Hussein auf.
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02. Oktober 2002
Bespitzelung von Professoren
Big student is watching you
In den USA ruft die Initiative "Campus Watch"
auf ihrer Webseite unverhohlen zur Überwachung von Dozenten auf. Wer die
Vereinigten Staaten oder ihre Verbündeten im Nahen Osten kritisiert, wird
öffentlich an den Pranger gestellt.
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01. Oktober 2002
Weltgericht
USA setzen Sonderrechte durch
Die Europäische Union hat ihren langen
Widerstand aufgegeben und den USA Sonderrechte zur Umgehung des
Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) eingeräumt. Großbritannien und
Italien waren zuvor aus der Ablehnungsfront ausgeschert.
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30. September 2002
Weltgericht
EU bietet USA Sonderabkommen an
Im Streit mit den USA über die Befugnisse des
Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) hat sich die EU auf eine
gemeinsame Linie einigen können. Abkommen von Mitgliedsstaaten mit
Washington über den Schutz von US-Bürgern werden an strenge Bedingungen
geknüpft.
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30. September 2002
Russland kritisiert amerikanische
Bombenpolitik
Die russische Regierung verstärkt ihren
Widerstand gegen die Kriegspläne von US-Präsident George W. Bush. Mit
scharfen Worten verurteilte das russische Außenministerium die jüngsten
Bombenangriffe britischer und amerikanischer Flugzeuge auf Ziele in der
irakischen Flugverbotszone.
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20. September 2002
Hilfe im Irak-Krieg
USA bieten Türken angeblich zehn Milliarden
Dollar
Kairo - Mit einer großzügigen finanziellen
Unterstützung in Höhe von zehn Milliarden Dollar wollen die USA angeblich
eine türkische Hilfe im Krieg gegen den Irak belohnen. Vom türkischen
Stützpunkt Incirlik aus möchten die Amerikaner eine Luftbrücke ins
nordirakische Kurdengebiet einrichten. Das berichtete die arabische
Zeitung "Al-Hayat". Die Luftbrücke solle dazu dienen, eine große Anzahl
von Soldaten in den Irak zu bringen und die notwendige logistische
Unterstützung der US-Truppen zu sichern. Die Zeitung nennt als Quelle
Beamte des türkischen Außenministeriums in Ankara.
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20. September 2002
Hardliner Helms
US-Senator droht bei Schröder-Sieg mit
Truppenabzug aus Deutschland
Mit seiner Kritik an der Irak-Politik der USA
hat es sich Gerhard Schröder mit einem bekannten Republikaner verdorben.
Senator Jesse Helms fordert, dass der US-Kongress bei einem Wahlsieg des
Kanzlers über einen Truppenabzug aus Deutschland nachdenkt.
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19. September 2002
11. September
"Geheimdienst-Versagen von beispiellosem
Ausmaß"
Die amerikanischen Geheimdienste erhielten vor
dem 11. September 2001 zahlreiche Warnungen vor Terroranschlägen mit
Flugzeugen - weitaus mehr, als die Regierung bisher zugegeben hat. Ein
entsprechender Bericht des US-Kongresses sorgt jetzt für Spannungen
zwischen Parlament und Regierung.
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19. September 2002
Bush will schnell Vollmacht für Krieg gegen
Saddam
Der Irak hat der Uno bei einer Rückkehr der
Waffeninspekteure "volle Kooperation" versprochen. US-Präsident George W.
Bush will unterdessen vom amerikanischen Kongress möglichst schnell grünes
Licht für einen Angriff gegen Saddam Hussein bekommen.
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18. September 2002
Bush trommelt weiter für den Krieg
US-Präsident George W. Bush setzt die
Kriegsvorbereitungen gegen den Irak fort - ungeachtet der Zusage der
irakischen Regierung, die Uno-Waffeninspektoren wieder ins Land zu lassen.
Wichtige Verbündete der USA distanzieren sich zunehmend von Bushs
Konfliktkurs.
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18. September 2002
Kampf gegen
al-Qaida
USA planen größere Aktion im
Jemen
Die CIA hat offenbar vor, gemeinsam mit den
US-Streitkräfte im Jemen zuzuschlagen. Einem Fernsehbericht zufolge geht
es bei der verdeckt ablaufenden Operation darum, abgetauchte
al-Qaida-Mitglieder aufzuspüren.
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17. September 2002
Reaktionen auf Irak-Offerte
"USA werden trotzdem angreifen"
Der irakische Diktator Saddam Hussein will
Waffenkontrolleure in sein Land lassen, doch die USA und Großbritannien
bleiben skeptisch. Israels Außenminister geht sogar davon aus, dass die
USA in jedem Fall den Irak attackieren werden.
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14. September 2002
Amerikaner reservieren Luftkorridore
Der Aufmarsch gegen den Irak nimmt konkrete
Formen an. Nach portugiesischen Angaben soll die US-Regierung Luftraum
über dem Atlantik reserviert haben. Der Grünen-Politiker Hans-Christian
Ströble plädiert indessen für ein Überflugverbot über Deutschland.
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14. September 2002
Bush erhöht Druck auf UN
"Uno wird entweder friedenserhaltend oder
irrelevant"
Mit deutlichen Worten hat Präsident Bush die
Uno zum Handeln in der Irak-Frage gedrängt. Zugleich mehren sich die
Versuche anderer Länder eine kriegerische Auseinandersetzung zu vermeiden.
Eine neue Irak-Resolution ist schon im Verlauf der kommenden Woche
geplant.
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13. September 2002
Der Kampf ums kaspische
Öl
Der Afghanistan-Joker
Geheimverhandlungen, Intrigen, Öl-Lobbyisten im
Ministerrang - die geplante Pipeline von Turkmenistan durch Afghanistan
nach Karatschi wird zum zentralen Projekt der afghanischen Regierung und
heizt die Konflikte ums kaspische Öl an. US-Unterstützung ist dem Projekt
gewiss - wie schon zu Zeiten der Taliban.
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13. September 2002
Auslandspresse zur
Bush-Rede
"Einsatz von Gewalt ist
legitim"
Die Mehrheit der europäischen Zeitungen
ist nach George Bushs Rede von einem Krieg der USA gegen den Irak
überzeugt. Falls die Amerikaner bei den Vereinten Nationen keine
Unterstützung fänden, werde Bush auf eigene Faust handeln, so das Fazit
der Kommentare.
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11. September 2002
USA trauert einem Jahr nach den Anschlägen
um die eigenen Kolatteralschäden
Die Weltpresse hat sich wieder am Ground Zero
eingefunden, um live vom Jahrestag der Anschläge in New York zu berichten.
Wieder steht im Vordergrund das entsetzliche Leid der Menschen in den
Towern, die enormen finanziellen Verluste und der Krieg gegen den
Terror.
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05.September 2002
Die Bush Administration und der Internationale
Strafgerichtshof (ICC)
US-Bürger sollen nach
Möglichkeit völlige Immunität genießen und Auslieferungen ausgeschlossen
bleiben
Die augenblicklichen Perspektiven für den
Internationalen Ständigen Strafgerichtshof (ICC) sind, betrachtet
man die Liste der Unterzeichner-Staaten für das Rom-Statut, derzeit
günstiger als noch vor einem Jahr: Mittlerweile fanden sich 139 Staaten
bereit, das Statut zu unterzeichnen, und 28 - also fast die Hälfte der
erforderlichen 60 - haben das Vertragswerk bereits ratifiziert. Seit 31.
Dezember 2000 sind mit den USA und Israel zwei Staaten an Bord, die aus
unterschiedlichen Gründen für dieses Projekt sehr wichtig sind.
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04.September 2002
USA bringen schwere
Waffen zum Golf
US-Präsident Bush hat zwar Konsultationen angekündigt, bei denen er
auch andere Meinungen zu einem Irak-Angriff hören wolle - sein Entschluss
scheint jedoch klar: Das dritte Schiff mit schweren Waffen ist schon auf
dem Weg in den Golf.
Aus Schifffahrtskreisen verlautete, dass die
US-Marine in diesem Monat ein großes Handelsschiff gechartert hat, mit dem
sie Kampfpanzer und Panzerfahrzeuge zum Golf transportieren
will.
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04.September
2002
Solana warnt vor Alleingang
der USA
Der außenpolitische
Beauftragte der EU, Javier Solana, hat einen möglichen US-Militärschlag
gegen den Irak als „großen Fehler“ bezeichnet, wenn er im Alleingang
erfolgt.
"Wir glauben, dass es ein großer Fehler wäre, eine solche
Militäroperation im Alleingang anzugehen", sagte Solana der Berliner
Zeitung. Ein einseitiges Vorgehen der Amerikaner hätte negative
Auswirkungen für den Rest der Welt und vermutlich auch für die USA
selbst.
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03.
September 2002
Oman warnt vor "Kreislauf der
Gewalt" durch US-Angriff auf Irak
Der Außenminister von Oman, Jussef El Alawi
Abdallah, hat die USA vor einem Angriff auf Irak gewarnt. Eine
Militäraktion könne in den arabischen und islamischen Ländern einen
"Kreislauf der Gewalt" auslösen, sagte Alawi Abdallah am Montag beim
Treffen des Golf-Kooperationsrats in der saudiarabischen Stadt Dscheddah.
Ein Einmarsch der USA in Irak werde "ein tiefes Gefühl des
Anti-Amerikanismus" schüren.
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03.
September 2002
Asis: Irak bereitet
sich auf US-Angriff vor
Irak bereitet sich nach eigenen Angaben auf
einen US-Angriff vor. "Wir nehmen die Bedrohung sehr ernst. Wir bereiten
uns darauf vor, unser Land zu verteidigen", sagte der irakische
Vize-Regierungschef Tarek Asis am Dienstag nach einem Treffen mit
UN-Generalsekretär Kofi Annan am Rande des UN-Gipfels in
Johannesburg.
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