Der Kuwait Krieg
Seit Mitte der 30er Jahre gab es Streitigkeiten über die Grenzziehung zwischen Irak und Kuwait. Besonders umstritten war das Erdölfeld Rumailah, dass sowohl in Kuwait wie in Irak lag. Irak beschuldigte Kuwait das irakische Öl unterirdisch abzuzapfen. Das geklaute Öl sollte einen Gegenwert von 2,4 Milliarden $ haben. Zudem beschuldigte Saddam Kuwait, die von der OPEC festgelegten Förderquoten nicht einzuhalten, und so dem internationalen Rohölpreis zu schaden. Der Barrelpreis lag bei 18 $, ein Preis von 25 $ wie Sadaam es wollte wäre möglich gewesen. Dies war für Irak sehr wichtig, dar sie 80 Milliarden $ Schulden durch den Iran Irak Krieg noch zu zahlen hatten. Die Schutzmacht Sowjetunion begann zu zerfallen und konnte auch keinen Schutz für Irak mehr bieten. Später stimmte die Sowjetunion im UN Sicherheitsrat dem Angriff auf Irak auch zu.
Während des Iran-Irak Krieg planten die USA schon die militärisch Intervention in der Region um die Vorherrschaft im Gebiet zu erobern. 1980 hatte das Pentagon die vereinigte Schnelle Einsatztruppe (Rapid Deployment Joint Task Force) geschaffen. 1983 wurde sie zur CENTCOM umgewandelt. Sie baute ein Netzwerk von Militärstützpunkten und Aufklärungsbasen in Saudi Arabien auf. Anfang 1990 forderte General Schwarzkopf eine deutliche Verstärkung der CENTCOM in der Golfregion. 1990 wurden einige Kriegsszenarien durchgespielt, die von einer Invasion irakischer Truppen in Kuwait ausgingen. Direkt nach Ende des Iran Irak Krieg hatte USA mit der Verteufelung Saddams begonnen. So beschuldigte USA Irak Giftgas gegen kurdische Freiheitskämpfer eingesetzt zu haben. Ein anderes Gesicht zeigte USA am 25 Juli 1990, zwei Wochen vor dem Einmarsch in Kuwait versicherte die US Botschafterin April Glaspie Saddam, dass die USA in einem Konflikt zwischen Irak und Kuwait sich neutral verhalten werde. Am 2 August begann die Invasion Iraks in Kuwait mit 100.000 Soldaten. Am 6 August verhängte der UN Sicherheitsrat Wirtschaftssanktionen gegen Irak. Am 29 Nov. räumte der UN Sicherheitsrat Irak ein Ultimatum, dass einen Rückzug irakischer Truppen bis zum 15 Januar 1991 vorsah. Am 17 Januar 1991 griffen die alliierten Streitkräfte Irak an. Der Krieg konnte nur mit Zustimmung Saudi Arabiens von statten gehen. 600000 Soldaten wurden nach Saudi Arabien verlegt und die Kriegskosten von 100 Milliarden Dollar wurden zur Hälfte von Saudi Arabien getragen. Besonders zu betrachten ist die Kriegspropaganda, die fast alle westlichen Medien ohne Scham propagierten. Zum Beispiel wurde behauptet Irakische Soldaten hätten in Krankenhäusern kuwaitische Babys aus ihren Brutkästen genommen und auf Steinböden geschmissen. Später stellte sich heraus, dass die Werbeagentur Hill und Knowlton 10,8 Millionen Dollar für die Greuelmärchen erhalten hatte. Oder es wurde behauptet der Krieg sei notwendig, dar Irak kurz vor der Fertigstellung der arabischen Atombombe sei. Später wurde vom Stockholmer Friedensforschungsinsitut festgestellt, dass Irak mindestens noch zehn Jahre für die Entwicklung einer so A Bombe benötigt hätte. Eine weitere Lüge war die Behauptung Irak hätte Giftraketen, die bis nach Europa reichen würden. Auch absolut übertrieben war die Behauptung Irak hätte 250.000 Soldaten in Kuwait stehen. Nach Wochenlangen Flächenbombardements war die Situation so, dass halb verhungerte und verdurstete Soldaten sich sogar vor unbemanten Aufklärungsrobotern ergaben haben sollen und bei Einmarsch amerikanischer Truppen weit und breit kaum ein Irakischer Soldat auffindbar war. Deutliche Zeichen für die wahren Interessen der USA im Krieg gegen Irak, war dass nie ernsthaft versucht wurde Saddam zu fassen oder zu liquidieren. So wurde im Krieg die Bombardierung von Schutzbunkern der Zivilbevölkerung als die Liquidierung der Führungselite Saddams verkauft obwohl hunderte von Zivilisten in diesen Bunkern umkamen. Die USA hatte immer die Möglichkeit gehabt, Saddam mit einer ihrer Raketen zu erwischen, doch dafür war in keiner Weise Bedarf. Dann wäre nämlich auch die spätere Stationierung amerikanischer Truppen in Kuwait und Saudi Arabien nicht zu rechtfertigen gewesen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die USA niemals Saddam ernsthaft liquidieren wollte war ein dilettantische Alibiaktion. Ende 1996 hatte CIA einer unbekannten Oppositionsgruppe 6 Millionen Dollar gezahlt. Damit wurden mehr als 1000 Kurden aus Nordirak angekauft. Der irakische Geheimdienst entdeckte den Plan und ließ alle beteiligten Soldaten und Kurden zu Tode foltern. Der Plan wurde so dilettantisch durchgeführt, dass das Scheitern schon vor Beginn klar war. USA konnten zwar die nordirakischen Ölfelder nicht unter ihre Kontrolle bringen, da dass den Sturz Saddams vorausgesetzt hätte und dann aber die Legitimation für amerikanische Truppen in Saudi Arabien und Kuwait gefehlt hätte. USA gewann mit dem Krieg die Kontrolle über Kuwait und Saudi Arabien und kann seit dem ihre Vormachtstellung in der Welt besser ausnutzen. Irak wurde nach dem Krieg mit UN Sanktionen belegt. So dass nun amerikanische und britische Düsenjäger über die Flugverbotszone, die natürlich sich hauptsächlich auf Nordirak bezieht, wachen. Ausserdem wurden die Ölverkäufe von Irak deutlich eingeschränkt. Seit Ende des Krieges sind auf Grund der UN Sanktionen mehr als 1 Millionen Menschen und darunter hauptsächlich Kinder gestorben.