Operation Desert Storm

 

Am 17. Januar um 1.00 Uhr MEZ begannen die Alliierten mit ihrer Luftoffensive gegen

den Irak. Es wurden bis zum 20. Februar ca. 2000 Lufteinsätze pro Tag durchgeführt,

das heißt insgesamt 110.000 Lufteinsätze. . CNN „berichtet“ mit exklusiven, geschönten

Bildern von den Angeblich „Narrensicheren“ Smart Bombs (LGBs) mit denen man

„Klinischsaubere Angriffe gegen die Irakische Militärmaschinerie durchführen könne“

und verkauft damit die Illusion von einem Sauberen Krieg.

Es wurden auch nicht, wie behauptet, hauptsächlich „Smart Bombs“ abgeworfen, um

die Militärische Infrastruktur des Irak zu zerstören, 93% der abgeworfenen Bomben

waren „dumme Bomben“ die zu 75% ihr Ziel verfehlten. Die Luftangriffe trafen auch

nicht nur Militärische Ziele, sondern auch „ausversehen“ Schutzbunker, Kraftwerke,

Anlagen zur Wasseraufbereitung, Staudämme, Krankenhäuser und Wohnhäuser.

 

Der Himmel über Bagdad am 17.1.1991 Der Start einer Cruise Missile

Eine LGB (Laser Guided Bomb) auf ihrem weg ins Ziel

 

Damit bewiesen die USA das man ein Land mit Marschflugkörpern und Luftangriffen

seiner Lebensgrundlage berauben kann, ohne je einen Fuß hineingesetzt zu haben.

Am 23. Januar beginnt die Bodenoffensive mit 700.000 Mann. Auf ihrem Rückzug aus

Kuwait setzten die Irakischen Truppen 727 Kuwaitische Ölfelder in Brand, die daraus

resultierende Umweltkatastrophe tötet im Persischen Golf Tausende von Tieren.

 

Brennende Ölquellen in Kuwait

 

Als die Bodenoffensive am 23. Januar 1991 begann, befreiten die US- Marines Kuwait

innerhalb von 24. Stunden, sie Kämpften nicht wie behauptet gegen die Elite- Truppen

der Republikaischen Garde, die längst desertiert waren oder sich in den Norden

verdrückt hatten, sondern gegen irakische Wehrpflichtige die die ganze Wucht der

Bombenangriffe und die ganze Wucht der Bodenoffensive abbekamen. Als Kuwait

befreit wurde, begann eine Menschenjagd von Seiten der Kuwaitischen Truppen auf

Kollaborateure und verbleibenden Irakis. Der Süden des Irak wurde ebenfalls innerhalb

von 24 Stunden eingenommen, und die Irakische Armee floh Hals über Kopf in den

Norden. Doch kurz vor Bagdad (am 28 Februar) bekam der Amerikanische

Oberbefehlshaber H. Norman Schwarzkopf den Befehl den rasanten Vormarsch der

Alliierten zu stoppen. Saddam Hussein schlachtete den Waffenstillstand als „Lektion für

die Alliierten“ aus, obwohl 100.000 Iraker ihr leben lassen mussten. (auf Alliierter Seite

waren es ca 130 Tote (einige durch Verwechslungen von der eigenen Truppe

beschossen), 60.000 an Golfkriegssyndrom erkrankte US- Soldaten (durch den Einsatz

von DU- Munition und durch Irakisches Giftgas).

Gegen Ende des Krieges nutzte die kurdische Minderheit im Norden und die schiitische

Minderheit im Süden die Schwäche der irakischen Armee zu einem Volksaufstand um

Saddam Hussein zu stürzen, der aber ohne Unterstützung der Alliierten blutig

niedergeschlagen wurde.

Das Ende der Operation Desert Storm

Am 3. März wird in der Südirakischen Stadt Safwan das Waffenstillstandsabkommen

zwischen den USA (nicht der UNO!!) und dem Irak unterzeichnet. Erstaunlicherweise

(besonders für die Irakis, aber auch für General Schwarzkopf) werden den Irakis

umfassende Zugeständnisse gemacht. So dürfen die Irakis ihre Helikopter behalten, die

später gegen die Aufständischen im Norden und Süden eingesetzt werden. Und das erklärte Ziel der Amerikaner, die versprochen hatten Saddam Hussein werde

in seinem Bunker sterben, hingerichtet von gerechten Alliierten, konnte (oder wollte)

nicht eingehalten werden. Warum ließen die USA solch einen brutalen Machthaber , der

nicht zögerte Giftgas gegen sein eigenes Volk einzusetzen, an der Macht? Bei einigen

anderen US- Schützlingen die sich von der Leine gerissen haben sahen sich die USA

doch auch in der Lage sie in die Schranken zu weisen. (Wie Manuel Noriega der mit

Drogen handelte)

Der Grund: Mit der Dämonisierung von Saddam Hussein, und seinem verbleib an der

Macht konnten die USA ihre Präsenz am Golf rechtfertigen. Den die USA wollten die für

sie so wichtigen Ölressurccen Saudi- Arabiens und Kuwaits sichern. Den nach den

Ölpreiserhöhungen durch die Opec in den frühen Siebzigen prägte der US-Aussenminister

Henry Kissinger die Aussage das „das Öl zu wichtig sei um es den

Arabern zu überlassen“.

Was auch heute noch die Doktrin der US- Amerikanischen Golf-Politik ist. So sind heute

noch immer Tausende von US- Soldaten am Golf Stationiert.

Die Auswirkungen

Wie schon angeführt waren die Auswirkungen während der Bombardierungen für die

Irakische Zivilbevölkerung sehr Schlimm. Lebenswichtige Infrastruktur wie

Trinkwasserversorgung wurde zerstört , Schutzbunker angegriffen. Etc .Ein weiterer

Punkt sind die immer noch aufrechterhaltenen Sanktionen, unter denen die irakische

Bevölkerung leidet. Diese Sanktionen sind selbst nach Ansicht des UN-Irakkoordinators,

Dennis Halliday , ein Verstoß gegen geltendes UN- Recht und gegen

die Genfer Konventionen. Bisher starben (zwischen 1991 und 1998) 320.000 Kinder an

Unterernährung und Hunger im Irak. Erwachsene nicht mitgerechnet, Schätzungen

vermuten das durch die Sanktionen und den Krieg 1,5 Millionen Iraker ums Leben

kamen. Und das Ziel der Sanktionen, der Sturz von Saddam Hussein, wurde ebenfalls

nicht erreicht. Er konnte sogar seine Position stärken, praktisch der ganze Irak nun von

ihm Abhängig ist, und er einen kleinen Zirkel von ihm ergebenen Sicherheitsbeamten

und Regierungstreuen um sich schart, die wissen wenn Saddam Hussein gestürzt

werden würde, würden sie alle ihre Privilegien verlieren.

Doch nicht nur die Zivilisten litten unter den Folgen des Krieges. Mindestens 10.000

US- Soldaten starben bereits an den folgen von DU (Depleted Uranium) Munition, was

nichts anderes ist als Radioaktiver Abfall der von dem US- Energieministerium an die

Rüstungsindustrie verkauft wurde. DU- Munition wird auch heute noch, ua im Kosovo

Konflikt, von Amerikanern, Briten und Franzosen und 27 anderen Staaten, eifrig und bei

jeder sich bietenden Gelegenheit, verschossen und verkauft. Doch die Probleme der

Veteranen und der Irakischen Zivilbevölkerung werden nach wie vor vertuscht und

geleugnet.