BUSH WILL SADDAM BESEITIGEN

"Wir sind es unseren Kindern schuldig"

Die Regierungen in Bagdad und Washington steuern offenbar weiter auf einen Krieg zu. Saddam Hussein zeigt in Sachen Waffenkontrolle keinerlei Einlenken, und US-Präsident George W. Bush bekräftigt seinen Willen, am Euphrat einen Regimewechsel herbeiführen zu wollen.


 

Bagdad/Washington - Bush zeigte sich von Saddams Machtgebaren unbeeindruckt. In einer Rede zum 14. Jahrestag des Golfkriegendes hatte dieser das Volk gegen den möglichen amerikanischen Aggressor eingeschworen. Ein Angriff werde für die US-Armee mit einer schmachvollen Niederlage enden.

Die Forderung nach einer Rückkehr der Uno-Waffeninspekteure in den Irak erwähnte Saddam in seiner in der ganzen arabischen Welt ausgestrahlten 22-minütigen Rede nicht. Er verlangte vielmehr seinerseits vom Sicherheitsrat der Uno, "seine Verpflichtungen zu erfüllen". Dies muss wohl als Forderung nach einer Aufhebung der vor zwölf Jahren verhängten Sanktionen gegen den Irak verstanden werden. Genau diese Aufhebung hatte am Dienstag Iraks Außenminister Nadschi Sabri in der BBC gefordert.

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