29.07.2002
WAFFENINSPEKTION IM IRAK
Schwedischer Diplomat wirft USA Spionage vor
Der frühere Chef der Uno-Waffenkontrolleure, Rolf Ekéus, erhebt schwere
Anschuldigungen: Die USA sollen die Waffeninspektionen für eigene
Spionageaktivitäten missbraucht haben. Amerikanische Medien melden unterdessen,
die US-Regierung habe ihre Vorbereitungen für einen Angriff auf den Irak bereits
weit vorangetrieben.
New York/Stockholm - Wie der schwedische Diplomat Ekéus am Montag in der Stockholmer Zeitung "Svenska Dagbladet" berichtete, versuchte die US-Regierung unter anderem durch "Infiltration" von zwei Agenten, Material über die Aufenthaltsorte des irakischen Diktators Saddam Hussein zu sammeln. Unter anderem hätten die US-Agenten dafür Abhöreinrichtungen installiert.
Dies sei eindeutig außerhalb des Mandats des Uno-Sicherheitsrates für die Waffeninspektion gewesen und habe ihn persönlich stark verärgert, erklärte Ekéus. Die Führung in Bagdad verwehrte den Uno-Waffeninspekteuren mehrfach Zugang zu Anlagen mit der Begründung, es handele sich in Wirklichkeit um von den USA gesteuerte Spionageaktivitäten.
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