small step
16. - 24.Juli 1969
Ein interessanter Aspekt in der Geschichte ist die Story von der Mondlandung. Am 20. Juli 1969 um 16:18 (EDT) landet die Fähre auf dem Mond: "Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed." 1/2 Stunde später betritt Neil Armstrong als erster Mensch den Mond: "That's one small step for man, one giant leap for mankind". Millionen Fernsehzuschauer starren wie gebannt auf den Bildschirm. Der USA hatte den großen Wettlauf der Supermächte gewonnen. Es wird Zeit etwas genauer zu beleuchten worum es damals wirklich ging. Mit etwas Abstand betrachtet gewinnt man einige interessante Erkenntnisse. Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Weltraum kostete immense Summen. Die Aktivitäten der USA in Vietnam verschlangen ebenfalls hunderte Millionen Dollar. Der Unterschied war, dass die Rüstungslobby den Vietnam-Konflikte unterstützte und auch vor einem Krieg nicht halt machen wollte. Störend war dass die Politik nicht gutheißen konnte, dass die "Kommunisten" den Mond erobern. Man konnte das Raumfahrt-Programm nicht einfach einstellen oder reduzieren. Das Volk liebte die Astronauten. Jedes Mal gab es Konfetti Paraden in New York nach einer erfolgreichen Landung. Es war die Fernsehunterhaltung schlechthin. Alle waren begeistert. Welcher Politiker sollte dem Volk sagen, dass das Raumfahrtprogramm eingestellt wird, weil man doch lieber ein paar Waffen für Vietnam kaufen wollte?
Nixon, der gerade an die Macht gekommen war sah sich diesem
Zwiespalt gegenüber. Die Optionen waren: Alle Aktivitäten (und natürlich die zur
damaligen Zeit laufenden geheimen CIA Aktivitäten unterstützen. Dann wären
zusätzliche Geldmittel notwendig gewesen. Die Rüstungsindustrie die ihn ins Amt
gebracht hatte, saß ihm im Nacken.
Er entschied sich offensichtlich das Apollo Programm ausklingen zu lassen. Und
er zeigte den Menschen vor den Bildschirmen, worauf sie gewartet hatten. Die
Landung amerikanischer Astronauten auf dem Mond.