Klima-Rambo USA
Sam likes it hot: Warum die USA Weltmeister im Energie- verschwenden sind.
Große Autos, schnelle Boote, dicke Hamburger: Ohne exzessive Energieverschwendung scheint der amerikanische Traum nicht auszukommen. Die Stadtwerke von Sacramento machen allerdings alles anders: Das Atomkraftwerk der Stadt wurde 1989 abgeschaltet, weil es zu teuer war (Foto oben). Seitdem kommt der Strom aus der Sonne und aus dem "Energiekraftwerk" - es wird weniger verschwendet. Statt Ölvorkommen zapfen sie lieber die Sonne an:
Energieplan von US-Präsident Bush ist keine Alternative zum Kyotoabkommen
Hamburg, den 14.02.2002
Zu dem heute vorgestellten Energieplan von US-Präsidenten George W. Bush erklärt
Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace:
"Der
Alternativplan zum Kyotoprotokoll, den US-Präsident George W. Bush heute
vorgelegt hat, trägt die Handschrift der Ölindustrie. Das Konzept schützt die
Absatzmärkte der Ölkonzerne, nicht aber das Klima.
Freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie zum Umweltschutz ist ein
Widerspruch in sich. Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass
Wirtschaftswachstum ohne Umweltschutzgesetze stets auf Kosten der Natur ging.
Bushs Vorschlag wird den Ausstoß von Treibhausgasen weiter in die Höhe treiben.
Das Klima kann nur wirksam geschützt werden, wenn die Industriestaaten den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch verringern. Das Kyoto-Protokoll schreibt den Industriestaaten genau dieses verbindlich vor. An der Ratifizierung des internationalen Abkommens führt deshalb kein Weg vorbei. Greenpeace fordert die Industriestaaten auf mit der sofortigen Ratifizierung des Kyotoabkommens einem klares Zeichen in Richtung USA zu senden.
Greenpeace kritisiert auch den massiven Widerstand von Seiten der deutschen Energieindustrie und Wirtschaftsminister Werner Müller gegen die internationalen Klimavereinbarungen. Wer die Klimaschutz-Ziele in Frage stellt, betreibt die einseitige Interessenpolitik der Energiewirtschaft nach dem Muster der USA.
Schon heute lassen sich weltweite Effekte der Klimaerwärmung feststellen. Gletscher schmelzen, Wetterextreme wie Hochwasser und extreme Dürren nehmen dramatisch zu. Wir müssen jetzt die Kurve kriegen, um in den kommenden Jahrzehnten die Treibhausgase um weitere 80 bis 90 Prozent zu verringern."
Für Rückfragen erreichen Sie Karsten Smid Tel.: 040-30618-388 oder 0171-8780-821
sowie Pressesprecher Björn Jettka unter Tel. 0171-8780-778. oder Tel.:
040-30618-383.
Internet: www.greenpeace.de/klima